Ehre für Bündheimer in Bündheim

Ehre für Bündheimer in Bündheim
Im Stile eines Matadors enthüllt Dirk Junicke den Gedenkstein, während Galopp-Experte Egon Knof an „Bündheimer“ erinnert. Fotos: Kregel

Ein Projekt schlägt zwei „Fliegen“

An 775 Jahre Bündheim wird auf der Rückseite des Gedenksteins erinnert.

Die Schöpfer des Dorf-Rundgangs setzten sozusagen auf ihrem Weg durch Bündheim einen Meilenstein: Im Schlosspark erinnert seit dem 9. Oktober 2026 ein Gedenkstein auch an das Rennpferd „Bündheimer“, den einzigen Derbysieger in den Farben des Gestüts Harzburg. Er entschied 1989 das Wiener Derby für sich.

Für die Bad Harzburg-Stiftung, die bei der Finanzierung des Projekts von Egon Knof und Dirk Junicke maßgeblich mit von der Partie war, ist dieses neue Denkmal zugleich auch der Abschluss auch des Gesamtprojekts „Gestüt-Gedenksteine im Schlosspark Bündheim“. Dabei hatte die Stiftung mit erheblichem Aufwand die über die Jahre zugewucherten und zum Teil kaum noch zu lesenden Gedenksteine freischneiden und restaurieren lassen.

 Zudem ließ die Bad Harzburg-Stiftung eine Stele anfertigen, die zum einen die Standorte der Gedenksteine in dem für viele Menschen schönsten Bad Harzburger Park zeigt und kurz und knapp die bedeutsamen Erfolge der Pferde auflistet. Der Rundgang durch den Schlosspark erinnert so nun auch endlich wieder an die große Geschichte des Gestüts.

Wie sehr dies vielen Menschen am Herzen liegt, zeigte auch der Besuch bei der Enthüllung des „Bündheimer“-Gedenksteins. An einem so gar nicht goldenen Oktobertag hatten sich rund drei Dutzend Gäste trotz Sturmböen und stets drohenden Regenschauern im Schlosspark eingefunden, um mitzuerleben, wie Dirk Junicke und Egon Knof im Beisein des seinerzeitigen Gestütsleiters Gustav Klotz und dessen Ehefrau Marlene den Gedenkstein enthüllten.

Der neue Gedenkstein bot den Ideengebern die Gelegenheit, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Neben der Erinnerung an den Ausnahmehengst „Bündheimer“ wird parallel auch an ein bedeutsames Datum für den Ort erinnert. Auf der Rückseite des Findlings eingraviert findet sich die Zeile „775 Jahre Dorf Bündheim 2026“.

Trotz des so gar nicht goldenen Oktobertags ließen es sich viele Menschen nicht nehmen, bei der Enthüllung mit von der Partie zu sein.

Der neue Uhlenklippenspiegel ist da

Der neue Uhlenklippenspiegel ist da

Bewährtes Produkt unter neuem Vorstand

Der neue Uhlenklippenspiegel ist erschienen. Die Nummer 147 im mittlerweile 41. Jahrgang. Seit 1986 versorgt der Harzburger Geschichtsverein (HGV) seine Leserschaft mit ebenso wissenswerten wie unterhaltsamen Beiträgen zur Harzer und vor allem Bad Harzburger Heimatgeschichte.

Mitglieder des Geschichtsvereins erhalten das Heft frei Haus, aber selbstverständlich hat auch die BÜCHER-HEIMAT kostenlose Exemplare vorrätig, um die weiterhin gute Nachfrage zu decken.  Denn die Ortsgeschichte ist ein angesagtes Thema in der Kurstadt und die Mitmach-Buchhandlung in der Herzog-Wilhelm-Straße 64c trägt diesem Umstand in vielfältiger Weise Rechnung. Bücher zur Regionalgeschichte, aber auch Harz-Kalender gehören zum festen Angebot.

Eine Rubrik, die weiter ausgebaut werden soll, erklärt Sonja Weber für die BÜCHER-HEIMAT. Schon länger laufen Gespräche mit dem Harzburger Geschichtsverein, für den die Buchhandlung den Verkauf des umfangreichen Buchbestands forcieren will. Schließlich hat sich der HGV nicht allein mit dem Uhlenklippenspiegel, sondern auch als Herausgeber wichtiger Werke zur Heimatgeschichte einen guten Namen gemacht.

Darunter sind Klassiker wie die „Aktenstücke zur Geschichte des Amtes Harzburg“, die „Beiträge zur Geschichte des Amtes Harzburg“ oder auch Friedrich Erhardts „Namen aus der Harzburger Geschichte“. Und es sind neue Einblicke in die Historie wie „Die Holz- und Pappenindustrie im Harzburger Radautal 1865 – 1961. Vom Epochenwandel in der Harzer Holzwirtschaft“ aus der Feder von Edgar Isermann oder auch Egon Knofs „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“.

Nicht allein bei der Finanzierung einzelner Buchprojekte hat dabei die Bad Harzburg-Stiftung eng mit dem Harzburger Geschichtsverein zusammengearbeitet. Das Archiv-Team der Bürgerstiftung, das auf der Plattform Harz-History unter anderem das Ahrens-Fotoarchiv präsentiert, hat die 41 Jahrgänge des Uhlenklippenspiegels digitalisiert und unter https://blog.harz-history.de im Internet aufruf- und durchblätterbar gemacht.

Ein Angebot, das trotz der weitverbreiteten Print-Ausgabe erfreulich gut angenommen wird. Seit dem Start Ende 2024 verzeichnet die Website fast 1600 Besucher und deutlich mehr als 5000 Seitenaufrufe. Tendenz weiter steigend. Und das Blättern in den einzelnen Heften, in denen man sich bei der Lektüre gut verlieren kann, wird hierbei noch nicht einmal erfasst. Auch in der neuen 147. Ausgabe wartet der Uhlenklippenspiegel wieder mit interessanten Themen aus – beginnend mit HGV-Personalien: Redaktionsleiter Dieter Tramp verabschiedet den alten und stellt den neuen Vorstand vor.  Angekündigt wird zudem der Kalender 2027 des Harzburger Geschichtsvereins, Klaus Röttger erinnert an den Harzburger Kuhhirten Heinrich Rögener, der „Auf seine Weise Spuren in der Geschichte hinterlassen“ hat und Michael & Sven Bartsch begleiten den Weg der Gründerzeitvilla Schmiedestraße/Herzog-Wilhelm-Straße „Vom ,Ratten-Nest‘ zur Freiheit“.

Einen „Blick in den Vorgarten der Diktatur – Grenztourismus in Eckertal/Stapelburg“ wird Julius Vesting, während sich Dr. Burkhard Budde dem Jungbrunnen und der „Sehnsucht nach ewiger Jugend“ widmet. Markus Weber erinnert an den Künstler und Kunsterzieher Hans Stöhr, Elke Cerbe beschreibt „Die Sennhütte – Von der Sennerei zum historischen Baudenkmal“, Helmut Gleuel stellte die größte unterirdische Apotheke im Regensteingebirge vor, Horst Woick erläutert den Harzburger Schwibbogen und „Erotische Porzellan-Botschaften aus Bad Harzburg im Schlossmuseum Fürstenberg“ rücken Michael & Sven Bartsch ins Blickfeld.

Starke Partnerschaft fürs Ehrenamt

Starke Partnerschaft fürs Ehrenamt
Harz Energie-Geschäftsführer Konrad Aichner (2.v.li.) überreicht den symbolischen 1500-Euro-Scheck an die Vorstandsmitglieder der Bad Harzburg-Stiftung (v.re.) Miriam Bartels, Hans-Jürgen Fleger und Bernd Vollrodt. Foto: Moritz Büsching/Goslarsche Zeitung

Harz Energie hilft, das Ehrenamt zu ehren

Zwei Partner, ein gemeinsames Ziel: Die Harz Energie unterstützt die Bad Harzburg-Stiftung bei deren Bemühen, „das Ehrenamt zu ehren“, wie es Stiftungs-Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger formuliert. Für Harz Energie-Geschäftsführer Konrad Aichner absolut kein unbekanntes Terrain. Ganz im Gegenteil: Das Versorgungsunternehmen ist seit Jahren mit seinem Ehrenamtsfonds auf diesem für das Funktionieren unserer Gesellschaft so wichtigen Feld aktiv.

Auch die Bad Harzburg-Stiftung hat sich seit einigen Jahren die Förderung und Würdigung des Ehrenamtes auf die Fahnen geschrieben. Umgesetzt wird dies überwiegend auch in der Weihnachtszeit auf dem Bad Harzburger Wintermarkt, der in der Kurstadt die Menschen zusammenführt. Engagierte Ehrenamtliche beispielsweise aus den Feuerwehren oder im vergangenen Jahr den Sportvereinen erhalten Gutscheine für „Speis und Trank“ auf dem Wintermarkt.

Mit der großzügigen 1500-Euro-Spende der Harz Energie kann die Bad Harzburg-Stiftung die Aktion weiterverfolgen und den Ehrenamtlichen unmittelbar den Dank abstatten, den sie verdienen.

Leseförderung eingetütet

Leseförderung eingetütet
Stolze Abc-Schützen mit ihren kunterbunten Lesetüten. Fotos: Moritz Büsching/Goslarsche-Zeitung

Starke Aktion für die Abc-Schützen

Bücher und Zubehör für den Start ins Schulleben habe alle Erstklässler der Bad Harzburger Grundschulen jetzt in „Lesetüten“ erhalten.  Koordiniert wird das Leseförderungsprojekt durch die BÜCHER-HEIMAT, finanziert durch die Bad Harzburg-Stiftung.

Organisiert hat das Leseförderungsprojekt die Interessengruppe Leseförderung im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Bundesweit läuft das Projekt bereits seit 2011, mit großer Unterstützung der Verlage Oetinger und Arena.

Mit der Übergabe der Geschenke verbunden ist sozusagen auch ein Klassen-übergreifendes Teambuilding an den Grundschulen: Die Zweitklässler bemalen die Tüten für die Abc-Schützen kunterbunt, ehe sie an die neuen Schülerinnen und Schüler überreicht werden. Für ihren Einsatz wurden die Zweitklässler allerdings auch bedacht, sie erhielten Malbücher und Stifte von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Die Lesetüten für die Erstklässler befüllte die BÜCHER-HEIMAT, die Koordinatorin des Projekts in der Kurstadt, mit einem Lesezeichen, einem Buch für Erstleser sowie einem Türanhänger mit der Aufschrift „Komm rein zum Vorlesen!“.  Außerdem spendierte die Harzburger Aktion jedem Kind noch ein Pixibuch. Buch, Anhänger und Lesezeichen finanzierte wie schon im vergangenen Jahr die Bad-Harzburg-Stiftung. Alle zusammen bilden ein starkes Team, das die Aktion mit Leben füllt.

Die Übergabe der Lesetüten begleiteten in verschiedenen Grundschulen unter anderem Hans-Jürgen Fleger und Andrea Scholz von der Bad Harzburg-Stiftung, Stefanie Horn von der Öffentlichen Versicherung, Karl-Heinz Krückert von der Harzburger Aktion und Sonja Weber, die Leiterin der BÜCHER-HEIMAT.

Harzburg-Schatz im Stiftungs-Archiv

Harzburg-Schatz im Stiftungs-Archiv
„Die alte Harzburg im Jahr 1500“ ist einer der neuen Archivschätze betitelt, die die Förderverein Historischer Burgberg sicherte.
„Harzburg neue Schloß Ruine“ bezieht sich wahrscheinlich auf das nie realisierte Jagdschloss, das Herzog Wilhelm plante.

Ansichtskarten aus den 1910er Jahren gesichert

Der Burgberg und die Harzburg, das sind Themen, die selbstverständlich auch auf der Archiv-Plattform Harz-History (ext.) der Bad Harzburg-Stiftung seit jeher eine wichtige Rolle spielen. Jetzt hat der Förderverein Historischer Burgberg den Fundus um zwei historische Ansichtskarten erweitert, die selbst Harzburg-Fachleuten nicht so geläufig sind.

Die Ansichtskarte „Alte Harzburg, 1574“ wurde von Ernst Behnecke im Burgberg-Hotel herausgegeben. Dieses Exemplar ging 1912 von Bad Harzburg nach Berlin.

Es handelt sich um zwei sogenannte Künstler-Ansichtskarten, auf denen künstlerische Darstellungen der Harzburg reproduziert sind. Das erste Exemplar soll „Die alte Harzburg im Jahre 1500“ darstellen, die zweite Karte zeigt die „Alte Harzburg, 1574“. Beide steuerte der Förderververein Historischer Burgberg dem Archiv der Stiftung sozusagen als Dauerleihgabe bei.

Beide Ansichtskarten stammen aus den 1910er Jahren. Bei dem Exemplar mit der Darstellung der Burg im Jahr 1574 kann dank des Poststempels sogar ganz präzise festgestellt werden, dass die Ansichtskarte am 8. April 1912 ihre Reise von Bad Harzburg nach Berlin antrat. Herausgegeben hat die Ansichtskarte Ernst Behnecke, der das Hotel Burgberg auf dem Bad Harzburger Hausberg betrieb.

Die beiden Ansichtskarten waren allerdings nicht die einzigen künstlerischen Darstellungen der Harzburg, die den Förderverein und in der Folge auch Heimatforscher in der Kurstadt beschäftigten. Mit dem Foto eines Gemäldes hatte sich ein Sammler über deren Website ratsuchend an den Förderverein gewandt.

„Harzburg neue Schloß Ruine“ ist das Aquarell betitelt, signiert und auf den 9.September (18)63 datiert. Da es sich erkennbar nicht um die Reste der Harzburg auf dem Burgberg handeln konnte, stand die Frage im Raum, ob die Ruine tatsächlich in Bad Harzburg gestanden haben mag und ob Überreste bis heute erhalten seien. Ein Foto des Bildes (hinter Glas und nicht im besten Zustand) fügte der Sammler an.

Des Bilder-Rätsels wahrscheinliche Lösung lieferte dann einmal mehr zuverlässig Harry Plaster: Die zeitgenössische Darstellung zeigt ihm zufolge Reste des geplanten Jagdschlosses, das Herzog Wilhelm um 1850 nahe des Silberborns erbauen wollte.

Die Bündheimer aber vermiesten ihm den Bau. Daraufhin wurde das Vorhaben abgebrochen. Ein Teil der Steine soll im Schlosspark gelagert worden sein. Ein anderer soll, so Harry Plaster, laut  Klaus Röttger zur Marienburg bei Nordstemmen transportiert worden sein. Er verweist auf die Chronik 750 Jahre Bündheim.

Auf dem Bild passt zumindest alles dazu: Die Hanglage, die Berge, ungefähr in Bildmitte die Harzburg, die es eigentlich nicht mehr gab. Im Zentrum der große Baum solle wohl, so Harry Plaster, auf die Gestütseichen hinweisen. Auf der Plattform Harz-History findet sich eine Skizze zu dem nie realisierten Bauprojekt.

Nicht beantwortet werden konnte lediglich die letzte Frage: Welcher Landschaftsmaler sich um 1850 in Bad Harzburg aufgehalten und zum Pinsel gegriffen hat, war trotz intensiver Internetrecherche nicht zu klären.

Die Skizze aus dem Archiv Harry Plaster zeigt das Jagdschloss, das Herzog Wilhelm Mitte des 19. Jahrhunderts nach englischem Vorbild nahe des Silberborns plante. Das Vorhaben wurde nie umgesetzt, dafür entstand später an der Stelle das Wohnhaus der Baronin von Rosenzweig, einer angeblichen Mätresse des Herzogs.

Projekt Schlosspark-Gedenksteine vollendet

Projekt Schlosspark-Gedenksteine vollendet
Strahlende Gesichter zum Abschluss des großen Pojekts Gestüts-Gedenksteine im Schlosspark (v.li.): Axel Breustedt, Hans-Jürgen Fleger, Bernd Vollrodt, Egon Knof und Hartmut Weber.

Wegweiser zu alten Steinen im neuen Glanz

Das große Projekt Gedenksteine für die berühmten Pferde der Gestütsgeschichte im Bündheimer Schlosspark ist vollendet. Am letzten Augusttag wurde die Informationstafel, die den Weg zu den Steinen weist, auf einer Metallstele installiert.

GZ-Redakteur Christoph Exner lässt sich vom Stiftungs-Vorsitzenden Hans-Jürgen Fleger die Stele erläutern.

Das vollendete Werk begutachteten Hans-Jürgen Fleger, Bernd Vollrodt und Hartmut Weber vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung gemeinsam mit dem Initiator der Idee, dem ehemaligen GZ-Redakteur, Gestüts- und Rennsport-Experten Egon Knof, sowie Axel Breustedt, dessen Unternehmen Metallbau-Breustedt die elegant und leicht wirkende Stele fertigte, während die Firma Schilder-Bothe für die Karte mit der Legende verantwortlich zeichnet.

Mit Beifall bedacht worden war das Engagement der Bad Harzburg-Stiftung schon beim ersten Bündheimer Dorf-Rundgang vor einigen Monaten, als Egon Knof und Dirk Junicke im Schlosspark die endlich wieder in den Fokus gerückten und dank der Stiftung sanierten und durch Garten- und Landschaftsbau Düe freigeschnittenen Gedenksteine für die großen Pferde der Gestütsgeschichte präsentierten. Die Nachbeschriftung der Steine hatte die Firma Mühlbrecht-Grabmale unentgeltlich übernommen.

Auf der Zielgeraden war es noch einmal zu einer Verzögerung gekommen, denn in der Zwischenzeit entstand der Plan, einen weiteren Gedenkstein im Gestüt für „Bündheimer“ zu setzen. Dessen Platz wurde auf der Karte für die Informationsstele schon ebenso vermerkt wie die Erfolge des Hengstes, obwohl dessen Gedenkstein erst noch gesetzt wird.

Wem die aufschlussreichen, aber dennoch nur knappen Informationen auf der Infostele nicht reichen, dem bietet die BÜCHER-HEIMAT die Chance, sich vollumfänglich über die Geschichte des Vollblutgestüts zu informieren. Hier ist das (ebenfalls von der Bad Harzburg-Stiftung unterstützte) und vom Harzburger Geschichtsverein herausgegebene Buch „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ zu haben. Erschienen ist das 224 Seiten starke und mit 341 Schwarz-Weiß- und Farbfotos reich bebilderte Buch aus der Feder von Egon Knof im Verlag der Goslarschen Zeitung.

Preisträgerin mit einem Eselsohr

Preisträgerin mit einem Eselsohr
Bald preisgekrönt: Danae Lake und ihr Roman „Ganz aus Splittern“. Das von einer Goldschmiedemeisterin gefertigte Eselsohr, die eigentliche „Trophäe“, steuert seit Jahren die Bad Harzburg-Stiftung bei und unterstützt damit den Jugendliteraturpreis der Kurstadt.

Stiftung unterstützt weiter den Jugendliteraturpreis

Der Jugendliteraturpreis „Bad Harzburger Eselsohr“ geht 2026 an die Autorin Danae Lake für ihr Buch „Ganz aus Splittern“. Die zwölfköpfige Jury (je sechs Erwachsene und Jugendliche) aus Bad Harzburger Bürgern hat sich jetzt auf diesen Titel verständigt. Die feierliche Preisverleihung wird am Freitag, 2. Oktober, im Bündheimer Schloss stattfinden, bereits am Donnerstag, 1. Oktober, liest Danae Lake ab 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT aus ihrem Roman.

Das „Bad Harzburger Eselsohr“ wird seit 1989 alle zwei Jahre von der Stadt Bad Harzburg verliehen. Preistrophäe ist das „Bad Harzburger Eselsohr“ in Silber, entworfen und „PreisträgerIn-individuell“ in Handarbeit gefertigt von der Goldschmiedemeisterin Katrin Erben. Mit der Übernahme der Kosten unterstützt die Bad Harzburg-Stiftung seit Jahren den Jugendliteraturpreis.

Zusätzlich ist der Preis mit 2000 Euro dotiert. Mit dem Eselsohr sollen herausragende Werke der Jugendliteratur ausgezeichnet und auf Neuerscheinungen der Literatur für Jugendliche aufmerksam gemacht werden.

Die Jury hat sich für diesen Titel entschieden, weil man sich gerade als Jugendlicher einerseits sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen kann, andererseits Lebenssituationen vorgestellt bekommt, von denen viele Jugendliche nichts mitbekommen.  Die Geschichte transportiert viele wichtige Themen wie häusliche Gewalt, soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Das Buch ist ein bemerkenswert konzipiertes Erstlingswerk einer jungen Autorin in einem altersgerechten, realistischen und flüssigen Schreibstil.

Zum Roman

„Ganz aus Splittern“ erzählt eine bewegende Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie: Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater Marcel im „Problemkiez“ und träumt von einem besseren Leben. Mehr noch, sie tut etwas dafür, indem sie sich in der Schule anstrengt, um ein gutes Abitur zu machen. Eines Tages bietet ihr die Direktorin des Heinrich-Heine-Gymnasiums die Teilnahme an einer Studie an, die den Wechsel von Schülern aus Problemvierteln an Elitegymnasien untersucht.

Chrissy lehnt zunächst ab, will kein „Sozialexperiment“ sein. Doch dann eskaliert die Lage zu Hause und sie nimmt das Angebot an. Während sie sich am Elitegymnasium einlebt, Freundschaften schließt und sich verliebt, hinterfragt sie die mysteriöse Studie. Als Marcel das Geheimnis um den Schulwechsel enthüllt, nimmt das Unheil seinen Lauf…

Zur Autorin

Danae Lake, Jahrgang 2006, sucht schon früh nach Möglichkeiten, Gesehenes und Erlebtes in Worte und Bilder zu fassen. Neben der Schule nimmt sie Schauspielunterricht, spielt in einem mehrfach preisgekrönten Kurzfilm und veröffentlicht mit neunzehn ihren ersten Roman „Ganz aus Splittern“, eine bewegende Geschichte um Freundschaft, Liebe und familiäre Beziehungen, aber auch um soziale Ungleichheit und Gewalt. Sie lebt in einer deutschen Großstadt.

Wer die Lesung mit Dane Lake in der BÜCHER-HEIMAT besuchen will:

Donnerstag, 01. Oktober 2026, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: 
info@die-buecherheimat.de

Und wer das Buch erwerben und lesen möchte:

Danae Lake: „Ganz aus Splittern“, Thienemann, 315 Seiten, ISBN 9783522203067, Preis: 16,00 Euro.

Rückenwind für zweites WvS-Musikvideo

Rückenwind für zweites WvS-Musikvideo
Schülerinnen und Schüler des Musikvideo-Projekts am Werner-von-Siemens-Gymnasium mit Lehrern, Yellow-Jockey-Organisatoren und Vertretern des Netzwerks „Herrenabend mit Damen“ sowie der Bad Harzburg-Stiftung. Foto: Raksch/Goslarsche Zeitung

Kreativer Schub für Open-Air-Star

Ein Musikvideo steuern Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums (WvS) auch in diesem Jahr im August zum Yellow-Jockey-Festival auf der Galopprennbahn bei. Im Fokus steht diesmal der Auftritt des Sängers Johannes Oerding am Freitag, 14. August.

Nach dem großen Erfolg des Musikvideos zum Gastspiel des Braunschweiger Sängers Bosse im vergangenen Jahr, mit dem die Schülerinnen und Schüler beim Wettbewerb „Niedersachsen-Filmklappe“ den Sonderpreis in der Kategorie Musikvideo erhielten, sind die Erwartungen hoch gesteckt. Doch die Unterstützer aus dem Premierenjahr sind erneut mit von der Partie: Finanziert wird das neue Projekt inklusive des erforderlichen Equipments in einer gemeinsamen Anstrengung vom Förderverein des Gymnasiums sowie von der Bad Harzburg-Stiftung und dem Netzwerk „Herrenabend mit Damen“.

Aktiv eingebunden in das Vorhaben sind in diesem Jahr 27 Schülerinnen und Schüler, die ihre ganze Kreativität rund um den Oerding-Song „Was wäre wenn“ einfließen lassen. Musiklehrer Ansgar Ruppert betreute den musikalischen Part, bei dem ganz bewusst auf klassische Instrumente verzichtet wurde. Stattdessen wurde auf Popcorn-Bechern, mit Basketbällen und Chipstüten zum eigenen Gesang musiziert.

Sozusagen als Produktionschef war danach auf der Galopprennbahn Kunsterzieher Steffen Glöge mit den Schülerinnen und Schülern aktiv, um mitreißende Bilder zu bewegender Musik zu schaffen. Die Schnittarbeit übernahm mit Joshua Wilm schließlich ein ehemaliger WvS-Schüler.

Das fertige Musikvideo hat mittlerweile über die Organisatoren des Yellow-Jockey-Festivals den Weg zu Johannes Oerding gefunden. Man darf gespannt sein, ob und wenn ja wie Johannes Oerding das Musikvideo in seine Live-Performance auf der Galopprennbahn am Weißen Stein einbaut.

Wer sich noch gern an das Bosse-Video aus dem Vorjahr erinnert, kann dies auf dem YouTube-Kanal der Bad Harzburg-Stiftung auffrischen.

Großes Interesse an Musikstipendien

Großes Interesse an Musikstipendien

Stiftung hat den richtigen Ton getroffen

Den richtigen Ton getroffen (und einen großen Bedarf aufgedeckt), hat die Bad Harzburg-Stiftung mit dem vor zwei Jahren gestarteten Projekt „Musikstipendien“ in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Goslar. Die Zahl der Förderanträge wächst und wächst, trotz gezielter Förderspenden sind Bürgerstiftung und Kreismusikschule so gezwungen, eine Auswahl zu treffen.

Die Anmeldefrist für das im August beginnende neue Musikschuljahr endete Mitte Juli. Sage und schreibe 24 Anträge gingen bis dahin von Familien ein, deren Kinder gern ein Instrument lernen möchten, die damit verbundenen Kosten oft aber nicht stemmen können. Fünf Antragssteller gehen auch auf Empfehlung der Kreismusikschule in eine weitere Runde, können somit ihre erworbenen Fähigkeiten vertiefen.

Über die Vergabe von 10 weiteren Stipendien, für die 19 Neubewerbungen vorliegen, wird jetzt zeitnah entschieden. Wobei die Gesamtförderung auf drei Jahre befristet ist. Insgesamt gut 8500 Euro fließen dann im kommenden Musikschuljahr in das Projekt mit den dann 15 Teilnehmern.

Wer die Aktion „Musikstipendien“ unterstützen und die Spielräume der Bad Harzburg-Stiftung auf diesem Feld erweitern möchte, kann dies mit einer Spende bewerkstelligen. Das Konto der Stiftung hat die IBAN DE15800635085005725100 bei der Harzer Volksbank eG (BIC: GENODEF1QLB). Als Überweisungszweck bitte „Musik“ angeben. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden.

Starke Bilanz und Rekorde

Starke Bilanz und Rekorde

Stiftungsvermögen überschreitet Millionengrenzen

Mit starken Zahlen wartete die Bad Harzburg-Stiftung auf der Stifterversammlung 2026 auf. Gleich zwei durchbrochene Schallmauern konnte Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger vermelden: Die Bilanzsumme hat die 1-Million-Euro-Grenze überschritten, gestartet war die Bürgerstiftung vor gut zwei Jahrzehnten mit einem Grundstock von 30.000 Euro. Damit war die Basis gelegt, dass die Summe der Ausgaben für Projekte und Fördermaßnahmen seit Gründung bis Ende 2025 die Grenze von einer halben Million € überschritten hat.

Die Basis dafür wiederum legten die Stifterinnen und Stifter, deren Zahl von ehemals sieben Gründungsstifter 2004 auf inzwischen 48 ebenfalls deutlich gewachsen ist. „Nach Köpfen“ gleich geblieben ist derweil der schlank agierende fünfköpfige Vorstand, dem neben Hans-Jürgen Fleger, Miriam Bartels, Thomas Kregel, Hartmut Weber und Bernd Vollrodt angehören. Unterstützt wird das Team von einem in wechselnder Besetzung ebenfalls ehrenamtlich tagendem Beirat.

Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger präsentierte eine starke Bilanz der Bad Harzburg-Stiftung.

Eingebunden werden aber auch die Stifterinnen und Stifter, zu denen im Rahmen von Stiftertreffen auch über die obligatorische Stifterversammlung hinaus Kontakt gehalten wird. Im kommenden Jahr soll dies mit einer an die einstigen Bürgerfrühstücke erinnernden Kaffeetafel im Rosengarten weiter intensiviert werden. In 2025 stand im Reigen der Stiftertreffen zunächst der Schlosspark mit den von der Stiftung sanierten Gedenksteinen für berühmte Gestütshengste im Fokus, ehe Am Heiligenholz in Golfplatz-Nähe in Kooperation mit der Stadt Bad Harzburg eine Streuobstwiese angelegt wurde.

Ein traditioneller Treffpunkt ist zum Auftakt der Weihnachtszeit zudem der Rosengarten am Wintermarkt auf dem Port-Louis-Platz, wenn dort – initiiert und organisiert von Marianne Schirrmeister – die Weihnachtskrippe aufgebaut wird. Mittlerweile ebenso ein fester und dauerhafter Bestandteil der Stiftungsarbeit wie ansonsten auch die Harzsagenhalle und das Ahrens-Fotoarchiv, das um die Zustiftung des Horst-Woick-Archivs gewachsen ist.

Derzeit trägt die Bad Harzburg-Stiftung weiterhin zur Pflege des von ihr vor Jahren sanierten Radauwasserfalls bei. Versuche, die Betreiber der angrenzenden Waldgaststätte mit ins Boot zu holen, scheiterten allerdings bislang.

Weit erfreulicher fällt da schon der Blick auf den Burgberg aus: Bei einem „Ehrenamts-speed-dating“ gelang es Hans-Jürgen Fleger, die Zahl der ehrenamtlichen Helfer an der Harzsagenhalle von elf auf 15 zu erhöhen. Womit wiederum die Zahl der Öffnungstage um etliche Samstage erweitert werden konnte. Mehr als 6000 Besucher begeisterten sich in 2025 für den Harzsagenschrein.

Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist seit 2024 die Förderung des Ehrenamts in Bad Harzburg und der Dank an die Ehrenamtlichen.  Im ersten Jahr profitierten an Gutscheinen für den Wintermarkt die Feuerwehren, ein Jahr später waren es die aktiven Helfer der Sportvereine. Diese wiederum profitieren zudem von der seit Jahrzehnten laufenden Aktion „Kinder in die Sportvereine“.

Enorme Resonanz erfahren derzeit auch die Musikstipendien für die Kreismusikschule Goslar, mit denen die Bad Harzburg-Stiftung den Unterricht für Kinder fördert, deren Familien die Kosten ansonsten nur schwerlich stemmen könnten. Mit sieben Schülerinnen und Schülern startete die Aktion, mittlerweile liegen mehr als ein Dutzend Bewerbungen für das kommende Schuljahr vor.

Wie weitgefächert das Tätigkeitsspektrum der Bürgerstiftung ist, zeigen zwei weitere Punkte: Gefördert wurde eine Präventionsveranstaltung zur Alkohol- und Drogensucht, finanziert aus Spenden des „Herrenabends mit Damen“, seit Jahren eine ebenso verlässliche Spendenquelle wie die Bücher-Heimat gGmbH. Und mit einem Kindermusikkonzert des „HerrnH“ trug die Stiftung zum Gelingen des Salz- und Lichterfestes bei. Eine Neuauflage ist für 2027 vorgesehen.

Ad acta gelegt wurde unterdessen der Versuch, auf Anregung von Stiftern drei zusätzliche gemeinnützige Stiftungszwecke (Tierschutz, Kriminalprävention, Unterhaltung von Gedenkstätten und Friedhöfen) in die Satzung aufzunehmen. Das Stiftungsrecht setzte hier zu hohe Hürden.

Die Stifterversammlung endete mit einem Zusammenschnitt aus historischen Bad Harzburg-Filmen (1938, 1962, 1965), die die Stiftung auch auf Youtube präsentiert. Auch im Internet und in den „Sozialen Medien“ verzeichnet die Bad Harzburg-Stiftung überaus erfreuliche Zuwachszahlen.