Harz Energie-Geschäftsführer Konrad Aichner (2.v.li.) überreicht den symbolischen 1500-Euro-Scheck an die Vorstandsmitglieder der Bad Harzburg-Stiftung (v.re.) Miriam Bartels, Hans-Jürgen Fleger und Bernd Vollrodt. Foto: Moritz Büsching/Goslarsche Zeitung
Harz Energie hilft, das Ehrenamt zu ehren
Zwei Partner, ein gemeinsames Ziel: Die Harz Energie unterstützt die Bad Harzburg-Stiftung bei deren Bemühen, „das Ehrenamt zu ehren“, wie es Stiftungs-Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger formuliert. Für Harz Energie-Geschäftsführer Konrad Aichner absolut kein unbekanntes Terrain. Ganz im Gegenteil: Das Versorgungsunternehmen ist seit Jahren mit seinem Ehrenamtsfonds auf diesem für das Funktionieren unserer Gesellschaft so wichtigen Feld aktiv.
Auch die Bad Harzburg-Stiftung hat sich seit einigen Jahren die Förderung und Würdigung des Ehrenamtes auf die Fahnen geschrieben. Umgesetzt wird dies überwiegend auch in der Weihnachtszeit auf dem Bad Harzburger Wintermarkt, der in der Kurstadt die Menschen zusammenführt. Engagierte Ehrenamtliche beispielsweise aus den Feuerwehren oder im vergangenen Jahr den Sportvereinen erhalten Gutscheine für „Speis und Trank“ auf dem Wintermarkt.
Mit der großzügigen 1500-Euro-Spende der Harz Energie kann die Bad Harzburg-Stiftung die Aktion weiterverfolgen und den Ehrenamtlichen unmittelbar den Dank abstatten, den sie verdienen.
Der Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz ist rund ums Weihnachtsfest neben der Eisbahn einer der Bad Harzburger Treffs schlechthin. Wozu die Bad Harzburg-Stiftung gleich zum Start dreifach beiträgt: Zum einen mit der Weihnachtskrippe im Rosengarten, zum anderen mit einem Dankeschön an Ehrenamtliche und nicht zuletzt, weil der Anlass alle Jahre wieder vom Stiftungs-Vorstand genutzt wird, um gemeinsam mit Stiftern und Spendern das Jahr ausklingen zu lassen.
Räumlich eher am Rand des Geschehens, gedanklich aber der Zeit gemäß absolut im Mittelpunkt steht seit 2017 in den Wochen ums Christfest die Weihnachtskrippe, die auf eine Idee von Marianne Schirrmeister zurückgeht und dank vieler Spenden aus der Bevölkerung von Motorsägenkünstler Alexander Frese geschaffen und beständig erweitert werden konnte. Marianne Schirrmeister, Propst Jens Höfel und Bürgermeister Ralf Abrahms erinnerten zum Start, den der NIG-Chor unter Leitung von Friederike Heimerl begleitete, an diese Historie und natürlich an den Veranstaltungsreigen, der das Geschehen um die Weihnachtskrippe in den kommenden Wochen prägt.
Bis zum 2. Januar wird die Weihnachtskrippe nun vor allem wieder freitags um 18.00 Uhr ein Treffpunkt zum Innehalten und zum Austausch sein, wenn es „An der Krippe geDACHT“ heißt. Hier geht es zu einer Übersicht der Veranstaltungsreihe.
Seit 2024 nutzt die Bad Harzburg-Stiftung den Start in die Weihnachtskrippenzeit auf eine weitere Art, um das Miteinander in der Stadt und vor allem auch das Ehrenamt zu stärken. Die Freiwilligen Feuerwehren machten vor Jahresfrist den Anfang, jetzt standen die Sportvereine der Kurstadt im Fokus.
Der Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung um Vorsitzenden Hans-Jürgen Fleger, Miriam Bartels, Thomas Kregel, Hartmut Weber und Bernd Vollrodt überreichte Vereinsvertretern „Gutscheinpakete“ (Glühwein, Bratwurst, Crêpes) für die ehrenamtlich aktiven Mitglieder. Einzulösen sind die Gutscheine auf dem Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz.
Platz zum „Übersommern“ gesucht
Eine Sorge treibt Marianne Schirrmeister und den Stiftungs-Vorstand allerdings akut um: Für die Krippe wird dringend ein neues Quartier gesucht, in der die Figuren „übersommern“ können. Wer Lagerkapazitäten stellen kann, meldet sich bitte per Mail: info@bad-harzburg-stiftung.de.
Stadtbrandmeister Marcus Saß bedankt sich bei Thomas Kregel und Miriam Bartels vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung für die Würdigung der eherenamtlichen Arbeit der Feuerwehren. Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer stellt der Chor des Niedersächsischen Internatsgymnasiums, der unter Leitung von Frau Heimerl die Eröffnung der Weihnachtskrippe musikalisch begleitete. Foto: Schirrmeister
Mit Aktionsreigen wird Dank abgestattet
Es gab Zeiten, da hatte das Wort „Ehrenamt“ gleich mehrfach eine tiefere Bedeutung und einen guten Klang: Für die Aktiven war es eine Ehre, im Dienst der Allgemeinheit zu stehen. Und diese Allgemeinheit ehrte die Ehrenamtlichen für diesen Dienst.
Leider stehen heute vielfach egoistische oder gar spaltende Interessen im Vordergrund. Die Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für eine funktionierende Gemeinschaft einsetzen, werden im besten Fall belächelt und im schlimmsten Fall – wie gerade Feuerwehren und Rettungskräfte häufiger erleben müssen – behindert, beleidigt oder gar tätlich angegriffen.
„Zurück in die Zukunft“: Ganz im Sinne des weltbekannten Kinohits will die (selbst ehrenamtlich agierende) Bad Harzburg-Stiftung auf dem Feld der Ehrenamtlichkeit ein Umdenken in die Wege leiten und Dankeschön für den Einsatz sagen. Dies aber nicht allein mit Worten.
Die Bad Harzburg-Stiftung plant in den kommenden Jahren einen Aktionsreigen, mit dem Ehrenamtlichen Dank abgestattet und die für die Gemeinschaft erbrachten Leistungen in den Fokus gerückt werden sollen. Den Auftakt machen dabei die Bad Harzburger Feuerwehren, die seit vielen Jahrzehnten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gerade in schwierigen Notsituationen helfen.
Insgesamt 225 Gutscheine á 6,50 € werden als erstes kleines Dankeschön an die aktiven Mitglieder der Feuerwehren verteilt. Eingelöst werden können die Gutscheine auf dem Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz, in der Adventszeit und bis zum 5. Januar der Treffpunkt in der Kurstadt mit Blick auf die (ebenfalls von der Bad Harzburg-Stiftung mit getragenen) Weihnachtskrippe.
Der Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung hofft, dass die Aktion als Zeichen dafür ankommt, dass wir alle dem Ehrenamt jene Bedeutung beimessen, die ihm in einer wirklichen Gemeinschaft zukommt. Ohne Ehrenamtliche wäre unsere Gesellschaft ärmer und würde an vielen Stellen gar nicht mehr funktionieren.
Zumindest während der Eröffnung der Weihnachtskrippe am Wintertreff kam diese Botschaft sehr gut an, wurde mit Beifall bedacht. Miriam Bartels und Thomas Kregel vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung überreichten Stadtbrandmeister Marcus Saß die Gutscheine, die als kleine Geste große Wirkung entfalten kann, wenn ehrenamtliche Arbeit wertgeschätzt wird.
Für die Stifterinnen und Stifter der Bad Harzburg-Stiftung, die die Krippen-Eröffnung stets zu einem gemütlichen Austausch auf dem Wintertreff nutzen, bot die Stiftungsarbeit so auch gleich Gesprächsstoff. Die Ehrenamts-Gutscheine, natürlich die Weihnachtskrippe selbst und – auf dem Weg zum Treffen zu bewundern – ein neues Werbebanner „Wintertreff & Weihnachtskrippe“ über dem Eingang zur Bummelallee waren die Themen.