Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Ein sagenhafter Burgberg-Bestseller

„Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist der Titel eines märchenhaften Buches, in dem Sonja Weber die alten Harzer Sagen neu erzählt – und für einen lokalen Bestseller sorgte. Nun hat die Bad Harzburg-Stiftung als Retterin und „Betreiberin“ des Harzsagenschein der Bildhauer Eduard und Franz Bergmann (Vater und Sohn) noch einmal 500 Exemplare aufgelegt.

Seit 2014 präsentiert die Bad Harzburg-Stiftung nach aufwändiger Restaurierung den in den 1930er Jahren entstandenen Harzsagenschrein wieder in der Harzsagenhalle auf dem Burgberg.

Vom Start weg, parallel zur Sanierung des Harzsagenschreins und zur Wiedereröffnung der Harzsagenhalle im August 2014, waren die sagenhaften Geschichten rund um die Geschichten des Schreins vor allem bei Besuchern der Harzsagenhalle auf dem Burgberg sehr gefragt. Mehr als 1400 Exemplare fanden neue Fans, davon wurden nahezu 1000 Bücher direkt in der Harzsagenhalle verkauft.

Verantwortlich für den Erfolg war zum einen die Nähe zur lokalen Attraktion auf dem Bad Harzburger Hausberg, zum anderen aber ohne Frage auch die Konzeption des Buches, zu dem Sonja Weber die Texte und Luca Weber die Illustrationen beisteuerte. Die Autorin beließ es nicht dabei, „nur“ märchenhafte Sagen zu erzählen. Zu jeder Sage gibt es Basteltipps oder Rezepte und ein Plus an Hintergrundwissen. Was die Bücher zu sagenhaften Mitbringseln für die ganze Familie macht.

Die dritte Auflage von „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist bereits wieder gut nachgefragt. Und diese Nachfrage dürfte sich noch steigern, wenn am 6. April die Harzsagenhalle zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Pforten öffnet. Bis zum 31. Oktober ist die Harzsagenhalle dann wieder an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Sonderführungen können unabhängig davon unter (05322) 6523 angefragt werden.

Das Buch „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist für 7,00 Euro in der Harzsagenhalle, in der BÜCHER-HEIMAT und in der Tourist-Information erhältlich.

Musikstipendien sind gefragt

Musikstipendien sind gefragt

Ein Projekt wird in den höchsten Tönen gelobt

Musikstipendien für die Ausbildung Bad Harzburger Nachwuchsinterpreten an der Kreismusikschule hat die Bad Harzburg-Stiftung im vergangenen Jahr erstmals vergeben. Mit großem Erfolg, denn die Nachfrage ist ebenso wie der Kostendruck, dem viele Eltern ausgesetzt sind, ist nicht minder groß. Mittlerweile sind es sieben junge Musikerinnen und Musiker, die ihre Ausbildung dank der Unterstützung der Bad Harzburg-Stiftung an der Kreismusikschule fortsetzen können – womit sie im Wortsinn dafür sorgen, dass das Projekt in den höchsten Tönen gelobt wird.

Die Aktion läuft damit ähnlich erfolgreich an, wie es vor nunmehr 17 Jahren eine andere Nachwuchsförderung der Bürgerstiftung vorexerziert hat: „Kinder in die Sportvereine“ startete 2008, seither flossen alles in allem rund 50.000 Euro in die sportliche Nachwuchsförderung, von der einige hundert junge Bad Harzburgerinnen und Bad Harzburger profitieren.

Spenden willkommen

Ermöglicht haben diese großartige Bilanz natürlich Zustiftungen und Spenden aus der Bürgerschaft. Einige Spenderinnen und Spender sind dankenswerterweise regelmäßig mit von der Partie, stützen die „Kinder in die Sportvereine“ Jahr für Jahr.

Kontinuität in der Förderung, dieses Ziel verfolgt die Bad Harzburg-Stiftung selbstverständlich auch mit Blick auf die Musikstipendien. Eine erste namhafte Zuwendung, die den Fortbestand des Projekts absichern hilft, stimmt optimistisch. Wobei nicht verhohlen wird, dass auf weitere Spenderinnen und Spender gehofft wird, die dem Unterfangen der Stiftung zusätzlich Rückenwind geben können.

Spenden können unter dem Stichwort „Musikstipendium“ auf das Konto der Bad Harzburg-Stiftung bei der Harzer Volksbank eG unter der IBAN: DE15 8006 3508 5005 7251 00 eingezahlt werden. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Junge Bad Harzburger Nachwuchskünstlerinnen und -künstler (und deren Familien), die sich für das im August 2025 beginnende Musikschuljahr um ein Stipendium bewerben möchten, können Anträge bereits jetzt per E-Mail oder per Post (Golfstraße 11, 38667 Bad Harzburg) stellen.

Paten für Obstbäume gesucht

Paten für Obstbäume gesucht
Streuobstwiesen sind eine Bereicherung für die Natur und auch optisch und kulinarisch ein Gewinn. Symbolbild: Pixabay

Gute Idee braucht anfangs Hilfestellung

Bad Harzburg-Stiftung und Stadt Bad Harzburg gehen Streuobstwiesen-Projekt am Heiligenholz an

„Streuobstwiesen sind die Korallenriffe Mitteleuropas“, so hebt das „Netzwerk Blühende Landschaft“ die Bedeutung der Streuobstwiesen. Sie seien, so auch BUND und Nabu, „wertvoller Bestandteil einer artenreichen Kulturlandschaft – und sie liefern uns gesundes, regionales Obst“. Viele gute Gründe für die Bad Harzburg-Stiftung im Schulterschluss mit der Stadt Bad Harzburg eine solche Streuobstwiese Am Heiligenholz (Bolzplatz) anzulegen. Gesucht werden aber noch weitere Partner, Bürgerinnen und Bürger (oder Firmen) die in den ersten drei Jahren die Anwuchs-Patenschaft für einen Baum übernehmen.

Vorgesehen ist, dass durch die beiden Partner zunächst 20 Obstbäume angeschafft sowie im Herbst 2025 angepflanzt werden. Haben die Obstbäume damit sozusagen Wurzeln geschlagen, steht die erforderliche dreijährige Anwuchspflege an. Dabei geht es um rund 1000 Euro pro Baum.

Natürlich können Patenschaften auch gewissermaßen in Teilbeträgen übernommen werden. Wir bilden dann sozusagen „Paten-Teams“, die gemeinsam das Geld für die Anwuchspflege aufbringen. Selbstverständlich stellt die Bad Harzburg-Stiftung darüber auch Spendenbescheinigungen aus.

Der Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung hat dem Projekt einmütig zugestimmt und hofft nun darauf, dass Patenschaften für einzelne Obstbäume übernommen werden. Wer daran Interesse hat, Artenvielfalt und Umweltschutz in Bad Harzburg unterstützen möchte, kann per Mail info@bad-harzburg-stiftung.de Kontakt zur Bürgerstiftung aufnehmen und erhält nähere Informationen.

Was sind Streuobstwiesen (Wikipedia)

Die Streuobstwiese (…) ist eine traditionelle Form des Obstbaus. Auf Streuobstwiesen stehen verstreut starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. (…) Obstbäume können den Boden an Hängen vor Bodenerosion schützen. Extreme Temperaturen werden durch den Luftaustausch zwischen schattigen und besonnten Flächen abgeschwächt, und die Windgeschwindigkeit wird durch die höhere Strukturvielfalt vermindert. Mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen, Blühzeiten und -farben und Herbstfärbungen nehmen sie auch eine gestalterische Funktion wahr und werden dadurch von der Bevölkerung gerne in der Freizeit aufgesucht. Auf extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen komplettiert je nach Artenzusammensetzung, Standortfaktoren und Zweitnutzung eine artenreiche Tierwelt (Fauna) die Lebensgemeinschaft (Biozönose).“

Auf Instagram Flagge zeigen

Auf Instagram Flagge zeigen

Bad Harzburg-Stiftung erweitert digitale Aktivitäten

Aus der „analogen Welt“ der Kurstadt ist die Bad Harzburg-Stiftung seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Und obwohl die Bürgerstiftung ausschließlich in und für Bad Harzburg und die Bad Harzburger Einwohnerschaft tätig ist, ist sie seit Jahren auch mit einigem Erfolg in der „digitalen Welt“ unterwegs. Ein Bereich, in dem die Aktivitäten nun weiter ausgebaut werden, ab sofort kann man sich auch via Instagram über die vielfältigen Projekte der Bad Harzburg-Stiftung informieren. Der Vorstand freut sich über jeden „Follower“!

In dem Entschluss, nun auch die „Sozialen Medien“ zu bedienen, wurde der Vorstand auch durch die Erfahrungen bestärkt, die in den vergangenen Jahren mit der Website der Bad Harzburg-Stiftung gemacht werden konnten. Mit durchschnittlich mehr als 4000 Besuchern pro Jahr, die es auf jeweils rund 10.000 Seitenaufrufe bringen, steht die Bad Harzburg-Stiftung gut da.

Die tatsächlichen Zugriffszahlen liegen sogar noch höher, denn in die Gesamtbilanz fließt aus technischen Gründen beispielsweise die Harzsagenhalle nicht ein (in die Stiftungs-Website eingebettet, aber eigene Domain: https://harzsagenhalle.de). Dabei ist die Harzsagenhalle mit 2014 Aufrufen im Jahr 2024 ein Zugpferd – insbesondere die Seite Walpurgisnacht mit 1430 Aufrufen natürlich überwiegend im April 2024…

Ein weiteres digitales Schwergewicht, dass die Bad Harzburg-Stiftung schultert, ist die Website https://harz-history.de, die rund um das Ahrens-Bilderarchiv mit seinen mehr als 40.000 zeitgeschichtlichen Fotos weiteren privaten und Vereins-Archiven eine Heimat bietet. Im Rekordjahr 2023 schrammte Harz-History nur ganz knapp an der Marke von einer Million Seitenaufrufen vorbei.

Solche statistischen Werte sind natürlich eine gutes Fundament, um dem Auftreten der Bad Harzburg-Stiftung in der „digitalen Welt“ eine weitere Facette hinzuzufügen. Dank der Social-Media-Kenntnisse des Ende 2024 in den Vorstand berufenen Hartmut Weber könnte der Instagram-Account ein für alle Seiten lohnenswertes Projekt sein.

BÜCHER-HEIMAT spendet 11.000 Euro

BÜCHER-HEIMAT spendet 11.000 Euro

Reiche Morgengabe zum Start ins neue Jahr

Das Ehrenamt, das die Gesellschaft zusammenhält und das Leben in Bad Harzburg mit großem Einsatz noch lebenswerter macht, will die Bad Harzburg-Stiftung weiter würdigen und stärken. Wobei ein Ehrenamtlichen-Team jetzt zunächst einmal die Bürgerstiftung mit einer reichen Morgengabe bedachte: 11.000 Euro spendete die BÜCHER-HEIMAT gGmbH der Bürgerstiftung. Seit dem Start der Mitmach-Buchhandlung im April 2022 summieren sich die Spenden somit bereits auf sage und schreibe 32.000 Euro.

Überreicht wurde der symbolische Spendenscheck während des Neujahrsempfangs der BÜCHER-HEIMAT. Wobei der Stiftungs-Vorstand mit Hans-Jürgen Fleger, Thomas Kregel, Miriam Bartels, Andrea Scholz und Hartmut Weber natürlich auch nicht mit leeren Händen gekommen war. Als kleines Dankeschön für den Einsatz der Ehrenamtlichen und als Zeichen für die stetig gewachsene enge Partnerschaft wurden die Bücher-Fans mit „Harzburger Blättern“ aus der Konditorei Liersch überrascht.

In einem Dankschreiben hob der Stiftungsvorstand das „vielfältige Netzwerk zum Wohle der Menschen“ in Bad Harzburg hervor, das der gemeinsame Weg in den vergangenen drei Jahren hervorgebracht habe. So habe die Bad Harzburg-Stiftung mit Geld und Sachspenden den Start der Bücher-Heimat unterstützt, sorgt seither als „Untermieter“ mit dem Ahrens-Archiv für regelmäßige Einnahmen und ist vor allem mit Lesungen oder den Lesetüten weiter stetig an der Seite der Buchhandlung.

Umgekehrt habe das Team der BÜCHER-HEIMAT beachtliche Summen als Spenden zum Etat der Bad Harzburg-Stiftung beigesteuert. Gemeinsam sei so die Basis dafür gelegt worden, auf vielfältige Weise Gutes für die Stadt Bad Harzburg und deren Bürgerinnen und Bürger zu tun. Und die Bad Harzburg-Stiftung möchte gemeinsam mit der BÜCHER-HEIMAT das soziale Netzwerk weiter ausbauen, wird auch dank der Spenden aus der Mitmach-Buchhandlung den Aktionsreigen zur Würdigung und Stärkung des Ehrenamts weiter nachhaltig ausbauen.

Derweil ist dies natürlich nicht das einzige Vorhaben, mit dem die Bad Harzburg-Stiftung ins neue Jahr 2025 startet. Aktuell am Ball ist die Bürgerstiftung so beispielsweise bei der Aufwertung des Schlossparks durch die Überarbeitung der Galopper-Denkmale des einstigen Gestüts. Und auch das Umfeld des Grabmals des Ehepaars König, das den Stiftungsgedanken zu seiner Zeit vorlebte, soll aufgewertet werden.

Parallel dazu laufen viele Projekte und Aktionen weiter, darunter beispielsweise die zu Ostern wieder öffnende Harzsagenhalle und der Stiftungs-Dauerbrenner, die Aktion „Kinder in die Sportvereine“. Das sportliche Projekt hat derweil sein musikalisches Pendant gefunden. Die Bad Harzburg-Stiftung unterstützt Nachwuchsmusiker aus der Kurstadt, die ihre Fertigkeiten an der Kreismusikschule vervollkommnen wollen. Weitere Interessenten können sich jederzeit per Mail an info@bad-harzburg-stiftung.de melden.

Stadtgeschichte: Erinnerungen pflegen 

Stadtgeschichte: Erinnerungen pflegen 

Die Gedenksteine, die im Schlosspark an berühmte Gestütspferde erinnern, werden wieder in den Fokus gerückt.

Vergangenheit und Zukunft im Blick

Abstimmung mit dem Denkmalschutz zur Grabstätte Fritz und Alette König sowie zu Pferdedenkmalen im Schlosspark

„Eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit und keine Zukunft.“ Folgt man dem Gedankengang Robert Heinleins, einem der Großmeister der Science-Fiction-Literatur, investiert die Bad Harzburg-Stiftung aktuell gleich doppelt in die Zukunft der Stadt: Nach der Abstimmung mit dem Denkmalschutz und der Stadtverwaltung zur Grabstätte Fritz und Alette König sowie zu den (Gestüts-)Pferdegedenksteinen im Schlosspark nehmen beide Sanierungsprojekte Fahrt auf.

Zeitnah könnte vor allem die Pflege der Grabstätte Fritz und Alette König angegangen werden. In der unter Denkmalschutz stehenden inneren Einfriedung dürfen allerdings keine Veränderungen vorgenommen werden, ist allenfalls Rückschnitt von Bäumen erlaubt.

Dagegen muss die Gestaltung der äußeren, nicht unter Denkmalschutz stehenden Einfriedung lediglich mit der Stadt abgestimmt sein und kann in der Folge direkt umgesetzt werden. Mit der Pflege der Grabstätte würdigt die Bad Harzburg-Stiftung dann auch zwei Menschen, die den Stiftungsgedanken schon vor mehr als 100 Jahren beispielhaft vorlebten. Wobei Alette und Fritz König viel Gutes für die Stadt Bad Harzburg und deren Bürger taten und sich mit dem Bau des Krankenhauses Fritz-König-Stift letztendlich „nebenbei“ selbst ein großes Denkmal setzten.

Auch wenn das Gestüt Vergangenheit ist, soll dessen große Geschichte und deren Auswirkungen für die Stadt keineswegs in Vergessenheit geraten. Während das Gebäudeensemble dank des Investoren-Duos Junicke/Rataj erhalten bleibt, sind im angrenzenden Schlosspark viele der Gedenksteine, die an besondere Pferde und damit an die große Gestütsgeschichte erinnern, kaum mehr lesbar.

Zudem waren etliche der Felsgesteine derart zugewuchert, dass sie den Blicken der Spaziergänger entzogen waren. Hier wurde die Stiftung bereits tätig, ließ die überwucherten Gedenksteine freischneiden.

Die Pferdegedenksteine stehen nicht unter Denkmalschutz, aber da die Inschriften der Gedenksteine stark verblasst sind, wird die Bad Harzburg-Stiftung einen Steinmetz hinzuzuziehen. Ein wichtiger Berater bei der Umsetzung des Projekts ist der ehemalige GZ-Redakteur Egon Knof, nicht erst seit seinem großartigen Buch über die Gestütshistorie der unbestrittene Fachmann für das „Erbe der Braunschweiger Herzöge“.

Vorgesehen ist, die Gedenksteine im Schlosspark wieder ins Blickfeld der Spaziergänger zu rücken und die Inschriften soweit zu erneuern, dass sie wieder lesbar sind. Zudem ist angedacht, im Schlosspark eine Schautafel anzubringen, die Auskunft über die Lage der einzelnen Gedenksteine gibt.

Neues Gesicht im Vorstand

Neues Gesicht im Vorstand

Hartmut Weber folgt auf Werner Beckmann

Hartmut Weber (li.) folgt auf Werner Beckmann

Die Konstanz in der erfolgreichen Arbeit der Bad Harzburg-Stiftung lässt sich auch an Gesichtern festmachen: Der Vorstand um den Vorsitzenden Hans-Jürgen Fleger mit Thomas Kregel, Miriam Bartels, Andrea Scholz und Werner Beckmann agiert seit langen Jahren als ebenso engagiertes wie eingespieltes Team.

Auf der Dezember-Vorstandssitzung jedoch stand ein Wechsel an. Auf eigenen Wunsch und aus rein privaten Gründen schied Werner Beckmann aus dem Gremium aus. Zu seinem Nachfolger beriefen die verbliebenen Vorstandsmitglieder gemäß § 7 Abs. 3 der Satzung bis zur nächsten regulären Vorstandswahl im Jahr 2028 Hartmut Weber in den Vorstand.

Die Berufung erfolgte einstimmig, was nicht überraschte, denn Hartmut Weber steht der Bad Harzburg-Stiftung schon seit geraumer Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Er agierte im Beirat der Stiftung und konnte dabei dank seiner beruflichen Tätigkeit im Jugendamt des Landkreises Goslar vielfach seine Expertise einbringen.

Der Rückzug von Werner Beckmann aus der tagesaktuellen Vorstandsarbeit bedeutet unterdessen keine Abkehr des einstigen Journalisten von der Stiftung. Die Digitalisierung des Ahrens-Fotoarchivs, die Pflege der Website https://bad-harzburg-stiftung.de und der Newsletter-Versand liegt weiter in seinen Händen.

Das Ehrenamt ehren

Das Ehrenamt ehren
Stadtbrandmeister Marcus Saß bedankt sich bei Thomas Kregel und Miriam Bartels vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung für die Würdigung der eherenamtlichen Arbeit der Feuerwehren. Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer stellt der Chor des Niedersächsischen Internatsgymnasiums, der unter Leitung von Frau Heimerl die Eröffnung der Weihnachtskrippe musikalisch begleitete. Foto: Schirrmeister

Mit Aktionsreigen wird Dank abgestattet

Es gab Zeiten, da hatte das Wort „Ehrenamt“ gleich mehrfach eine tiefere Bedeutung und einen guten Klang: Für die Aktiven war es eine Ehre, im Dienst der Allgemeinheit zu stehen. Und diese Allgemeinheit ehrte die Ehrenamtlichen für diesen Dienst.

Leider stehen heute vielfach egoistische oder gar spaltende Interessen im Vordergrund. Die Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für eine funktionierende Gemeinschaft einsetzen, werden im besten Fall belächelt und im schlimmsten Fall – wie gerade Feuerwehren und Rettungskräfte häufiger erleben müssen – behindert, beleidigt oder gar tätlich angegriffen.

„Zurück in die Zukunft“: Ganz im Sinne des weltbekannten Kinohits will die (selbst ehrenamtlich agierende) Bad Harzburg-Stiftung auf dem Feld der Ehrenamtlichkeit ein Umdenken in die Wege leiten und Dankeschön für den Einsatz sagen. Dies aber nicht allein mit Worten.

Die Bad Harzburg-Stiftung plant in den kommenden Jahren einen Aktionsreigen, mit dem Ehrenamtlichen Dank abgestattet und die für die Gemeinschaft erbrachten Leistungen in den Fokus gerückt werden sollen. Den Auftakt machen dabei die Bad Harzburger Feuerwehren, die seit vielen Jahrzehnten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gerade in schwierigen Notsituationen helfen.

Insgesamt 225 Gutscheine á 6,50 € werden als erstes kleines Dankeschön an die aktiven Mitglieder der Feuerwehren verteilt. Eingelöst werden können die Gutscheine auf dem Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz, in der Adventszeit und bis zum 5. Januar der Treffpunkt in der Kurstadt mit Blick auf die (ebenfalls von der Bad Harzburg-Stiftung mit getragenen) Weihnachtskrippe.

Der Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung hofft, dass die Aktion als Zeichen dafür ankommt, dass wir alle dem Ehrenamt jene Bedeutung beimessen, die ihm in einer wirklichen Gemeinschaft zukommt. Ohne Ehrenamtliche wäre unsere Gesellschaft ärmer und würde an vielen Stellen gar nicht mehr funktionieren.

Zumindest während der Eröffnung der Weihnachtskrippe am Wintertreff kam diese Botschaft sehr gut an, wurde mit Beifall bedacht. Miriam Bartels und Thomas Kregel vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung überreichten Stadtbrandmeister Marcus Saß die Gutscheine, die als kleine Geste große Wirkung entfalten kann, wenn ehrenamtliche Arbeit wertgeschätzt wird.

Für die Stifterinnen und Stifter der Bad Harzburg-Stiftung, die die Krippen-Eröffnung stets zu einem gemütlichen Austausch auf dem Wintertreff nutzen, bot die Stiftungsarbeit so auch gleich Gesprächsstoff. Die Ehrenamts-Gutscheine, natürlich die Weihnachtskrippe selbst und – auf dem Weg zum Treffen zu bewundern – ein neues Werbebanner „Wintertreff & Weihnachtskrippe“ über dem Eingang zur Bummelallee waren die Themen.

Teamgeist statt Gewalt

Teamgeist statt Gewalt

Thomas Kregel, Hans-Heinrich Haase-Fricke, Miriam Bartels, Erna Lemke und Florian Hinz tauschen sich über die „Jugger“-Ziele aus. Foto: Schlegel/Goslarsche Zeitung

Sanfte „Schlägerei“ stärkt das Miteinander

Taktik und Teamgeist, so könnte die Zielsetzung einer Aktion beschrieben werden, die die Bad Harzburg-Stiftung derzeit mit Mitteln aus dem Herrenabend im Jugendbereich fördern. Taktik und Teamgeist sollen beim Sport Jugger geschult werden und quasi spielerisch zur Gewaltprävention beigetragen. Umgesetzt wird das Vorhaben durch den Jugendtreff Bad Harzburg und dessen Kooperationspartner „Wild & Stark“. Mit knapp 3500 Euro schieben Bad Harzburg-Stiftung und Herrenabend das Projekt an.

Wie gut das Vorhaben bereits angenommen wird, davon konnten sich jetzt Hans-Heinrich Haase-Fricke als Organisator des Benefiz-Herrenabends und Miriam Bartels sowie Thomas Kregel als Vorstandsmitglieder der Bad Harzburg-Stiftung überzeugen. In der Sporthalle des Werner-von-Siemens-Gymnasiums erläuterte Stadtjugendpfleger Florian Hinz zusammen mit Erna Lemke und Jan Breitkopf von „Wild & Stark“, wie der zunächst aggressiv-martialisch wirkende Sport dazu beiträgt, Aggressionen zu kanalisieren und Gewalt vorzubeugen.

Während die Spielerinnen und Spieler mit weichen „Schlägern“ aufeinander losgingen, erläuterten die Verantwortlichen das sich nicht auf den ersten Blick erschließende Ziel. Was bei „Jugger“ bisweilen wie eine Prügelei wirken mag, strebt tatsächlich das Aufstellen gemeinsamer Regeln und ein faires Miteinander an.

Das neue Angebot wird bereits gut angenommen, neue Mitspielerinnen und Mitspieler jedoch sind jederzeit willkommen. Sie müssen sich nicht anmelden, jeweils freitags um 16.00 Uhr wird zum Jugger in die Sporthalle des Werner-von-Siemens-Gymnasiums eingeladen.

Siftung setzt mit Eselsohr Zeichen

Siftung setzt mit Eselsohr Zeichen

Abschied mit einer Preisträgerin

Wollte man es mit Dichterfürst Goethe formulieren, müsste man von „Willkommen und Abchied“ sprechen: Die BÜCHER-HEIMAT hieß die Autoren der Jugendbuchwoche 2024 im Rahmen einer gemeinsamen Lesung willkommen. Und die BÜCHER-HEIMAT verabschiedete nun bei einer Lesung die „Eselsohr“-Preisträgerin Annette Mierswa.

Ganz korrekt gesagt, ist es die Harzburger Aktion, die seit Jahrzehnten das Jugendbuch fördert und maßgeblich dafür ist, dass die Stadt Bad Harzburg den Jugendliteraturpreis „Eselsohr“ ausgelobt hat. Vor 35 Jahren war Klaus Kordon mit „Wie Spucke im Sand“ der erste Preisträger. In diesem Jahr nun konnte Annette Mierswa für „Unsere blauen Nächte“ die renommierte Auszeichnung entgegennehmen.

Die Harzburger Aktion, die Stadt(bücherei), die BÜCHER-HEIMAT und die Bad Harzburg-Stiftung, die die eigentliche Eselsohr-Trophäe finanziert, sind in den vergangenen Jahren eine ebenso feste wie starke Allianz rund um den Jugendliteraturpreis eingegangen. Ein strapazierfähiges Band, das den Preis ebenso wie den Veranstaltungsreigen an den Schulen und in der BÜCHER-HEIMAT sicher trägt.

Die Jugendbuchwoche 2024 ging nun also mit einer gut besuchten Veranstaltung in der BÜCHER-HEIMAT zu Ende. Annette Mierswa stellte dabei erneut ihr nun preisgekröntes Buch „Unsere blauen Nächte“ vor. Ein eindrücklicher Roman über die Risiken des Alkoholkonsums bei Jugendlichen … und dennoch oder gerade vor diesem Hintergrund auch eine Liebesgeschichte.

Zwei Jahre wird es nun dauern, dann können sich die Bad Harzburger erneut auf eine „Eselsohr“-Lesung freuen. Im Jahr 2026 steht wieder eine Verleihung des Jugendbuchpreises an

Annette Mierswa: „Unsere blauen Nächte“, Loewe Verlag, 240 Seiten, ISBN 9783743214545, Preis: 9,95 Euro.