Starke Bilanz und Rekorde

Starke Bilanz und Rekorde

Stiftungsvermögen überschreitet Millionengrenzen

Mit starken Zahlen wartete die Bad Harzburg-Stiftung auf der Stifterversammlung 2026 auf. Gleich zwei durchbrochene Schallmauern konnte Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger vermelden: Die Bilanzsumme hat die 1-Million-Euro-Grenze überschritten, gestartet war die Bürgerstiftung vor gut zwei Jahrzehnten mit einem Grundstock von 30.000 Euro. Damit war die Basis gelegt, dass die Summe der Ausgaben für Projekte und Fördermaßnahmen seit Gründung bis Ende 2025 die Grenze von einer halben Million € überschritten hat.

Die Basis dafür wiederum legten die Stifterinnen und Stifter, deren Zahl von ehemals sieben Gründungsstifter 2004 auf inzwischen 48 ebenfalls deutlich gewachsen ist. „Nach Köpfen“ gleich geblieben ist derweil der schlank agierende fünfköpfige Vorstand, dem neben Hans-Jürgen Fleger, Miriam Bartels, Thomas Kregel, Hartmut Weber und Bernd Vollrodt angehören. Unterstützt wird das Team von einem in wechselnder Besetzung ebenfalls ehrenamtlich tagendem Beirat.

Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger präsentierte eine starke Bilanz der Bad Harzburg-Stiftung.

Eingebunden werden aber auch die Stifterinnen und Stifter, zu denen im Rahmen von Stiftertreffen auch über die obligatorische Stifterversammlung hinaus Kontakt gehalten wird. Im kommenden Jahr soll dies mit einer an die einstigen Bürgerfrühstücke erinnernden Kaffeetafel im Rosengarten weiter intensiviert werden. In 2025 stand im Reigen der Stiftertreffen zunächst der Schlosspark mit den von der Stiftung sanierten Gedenksteinen für berühmte Gestütshengste im Fokus, ehe Am Heiligenholz in Golfplatz-Nähe in Kooperation mit der Stadt Bad Harzburg eine Streuobstwiese angelegt wurde.

Ein traditioneller Treffpunkt ist zum Auftakt der Weihnachtszeit zudem der Rosengarten am Wintermarkt auf dem Port-Louis-Platz, wenn dort – initiiert und organisiert von Marianne Schirrmeister – die Weihnachtskrippe aufgebaut wird. Mittlerweile ebenso ein fester und dauerhafter Bestandteil der Stiftungsarbeit wie ansonsten auch die Harzsagenhalle und das Ahrens-Fotoarchiv, das um die Zustiftung des Horst-Woick-Archivs gewachsen ist.

Derzeit trägt die Bad Harzburg-Stiftung weiterhin zur Pflege des von ihr vor Jahren sanierten Radauwasserfalls bei. Versuche, die Betreiber der angrenzenden Waldgaststätte mit ins Boot zu holen, scheiterten allerdings bislang.

Weit erfreulicher fällt da schon der Blick auf den Burgberg aus: Bei einem „Ehrenamts-speed-dating“ gelang es Hans-Jürgen Fleger, die Zahl der ehrenamtlichen Helfer an der Harzsagenhalle von elf auf 15 zu erhöhen. Womit wiederum die Zahl der Öffnungstage um etliche Samstage erweitert werden konnte. Mehr als 6000 Besucher begeisterten sich in 2025 für den Harzsagenschrein.

Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist seit 2024 die Förderung des Ehrenamts in Bad Harzburg und der Dank an die Ehrenamtlichen.  Im ersten Jahr profitierten an Gutscheinen für den Wintermarkt die Feuerwehren, ein Jahr später waren es die aktiven Helfer der Sportvereine. Diese wiederum profitieren zudem von der seit Jahrzehnten laufenden Aktion „Kinder in die Sportvereine“.

Enorme Resonanz erfahren derzeit auch die Musikstipendien für die Kreismusikschule Goslar, mit denen die Bad Harzburg-Stiftung den Unterricht für Kinder fördert, deren Familien die Kosten ansonsten nur schwerlich stemmen könnten. Mit sieben Schülerinnen und Schülern startete die Aktion, mittlerweile liegen mehr als ein Dutzend Bewerbungen für das kommende Schuljahr vor.

Wie weitgefächert das Tätigkeitsspektrum der Bürgerstiftung ist, zeigen zwei weitere Punkte: Gefördert wurde eine Präventionsveranstaltung zur Alkohol- und Drogensucht, finanziert aus Spenden des „Herrenabends mit Damen“, seit Jahren eine ebenso verlässliche Spendenquelle wie die Bücher-Heimat gGmbH. Und mit einem Kindermusikkonzert des „HerrnH“ trug die Stiftung zum Gelingen des Salz- und Lichterfestes bei. Eine Neuauflage ist für 2027 vorgesehen.

Ad acta gelegt wurde unterdessen der Versuch, auf Anregung von Stiftern drei zusätzliche gemeinnützige Stiftungszwecke (Tierschutz, Kriminalprävention, Unterhaltung von Gedenkstätten und Friedhöfen) in die Satzung aufzunehmen. Das Stiftungsrecht setzte hier zu hohe Hürden.

Die Stifterversammlung endete mit einem Zusammenschnitt aus historischen Bad Harzburg-Filmen (1938, 1962, 1965), die die Stiftung auch auf Youtube präsentiert. Auch im Internet und in den „Sozialen Medien“ verzeichnet die Bad Harzburg-Stiftung überaus erfreuliche Zuwachszahlen.

Stifterversammlung der Rekorde

Stifterversammlung der Rekorde
Eine gute Resonanz und angeregte, bisweilen auch kontroverse Diskussionen unterstrichen, dass die Stifter engagiert hinter der Stiftung stehen.

Starke Projekte und lebendige Sitzung

Noch nie so viele Teilnehmer, so viele Projekte, so viel Geld – da passt eine musikalische Eröffnung als Premiere: Es war in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Stifterversammlung und eine Versammlung der Rekorde in der mehr als zwei Jahrzehnte währenden Geschichte der Bad Harzburg Stiftung.

Musikalisches Dankeschön: Nele Mutmann und Barbara Toppel.
Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger mit Kreismusikschul-Chefin Katharina Busmann.

Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger begrüßte neben der Ehrenvorsitzender Dorothea Homann und Bürgermeister Ralf Abrahms (als Stifter) besonders auch Katharina Busmann, Leiterin der Kreismusikschule Goslar, die das Stiftungsprojekt der Förderung von (gegenwärtig sieben) Musikschülern würdigte. Quasi als Dankeschön boten die Querflötistinnen Barbara Toppel und Nele Mutmann Werke von Divienne und Gardel dar.

In seinem Tätigkeitsbericht führte Hans-Jürgen Fleger aus, dass sich das Eigenkapital der Stiftung der 1-Million-Euro-Grenze nähere. Dazu beigetragen haben auch drei namhafte Vermächtnisse. Parallel dazu hatten ebenfalls namhafte Spenden wie von der BÜCHER-HEIMAT dazu beigetragen, die Handlungsfähigkeit der Stiftung auch in zinsschwachen Jahren in vollem Umfang zu erhalten.

Nachdem der Vorsitzende einen Überblick über laufende Projekte gegeben hatte (siehe Einzelberichte unter „Aktuelles“), entspann sich eine intensive Diskussion vor allem um die eingegangenen Verpflichtungen der Stiftung am Radau-Wasserfall. Hier seien die Landesforsten und auch die Kur- Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW) zu leicht aus ihren Verantwortlichkeiten entlassen worden, hoben vor allem die Stifter Horst Bartel und Rudolf Lang hervor.

Eine Einschätzung, die der Vorstand durchaus teilt. Dass die Stiftung dennoch die Pflege des Wasserfall-Zulaufs finanziert, sei ein schwieriger Kompromiss gewesen. Nur so allerdings habe wie schon 2004 bei der Sanierung der Anlage durch die Stiftung wirklich gewährleistet werden können, dass der Radau-Wasserfall als „touristisches Wahrzeichen“ erhalten bliebe.

Nach dem Kassenbericht und der Wahl von Maren Kregel und Harald Gremmels zu Kassenprüfern übertrug Hans-Jürgen Fleger seinen Vorstandskollegen und -kolleginnen das Wort für die Berichte über

Laufende und zukünftige Projekte:

Paten und Patinnen (gern auch Firmen) für die Bäume der Streiobstwiese sind gesucht.

 „Streuobstwiese Am Heiligenholz“ wird von Miriam Bartels betreut. Die Planung ist weit gediehen, der Austausch mit der Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Marie Scholz, funktioniert.  Das Projekt  steht Ende Mai auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz, gibt dieser wie erwartet grünes Licht, soll die Anpflanzung der Bäume Ende Oktober erfolgen.

Die Werbung um Baumpaten (1000 Euro oder Teilbeträge), soll bis dahin intensiviert werden, da Spenden zur Finanzierung der dreijährigen Anwuchspflege benötigt werden. Die aus seiner Sicht zu hohen Kosten hierfür merkte Stifter Claus Jähner an. Die zeitaufwändige und arbeitsintensive Pflege soll in diesem ersten Jahr beobachtet werden, sollte sich ein Mittel-Überhang ergeben, werde das Geld in weitere Streuobstwiesen-Projekte fließen.

Mit großen Zahlen wartete das Projekt Ahrens-Bilderarchiv/ Harz-History auf, das weiterhin von Werner Beckmann betreut wird. Mehr als 50.000 digitalisierte Fotos betreut die Stiftung aktuell, hinzu kommen rund 30.000 Seiten Ahrens-Texte und Honorar-Ordner, die aus Copyrightgründen nur auf Antrag einsehbar sind. Mit der Digitalisierung hat die Stiftung vor fünf Jahren (16. Juni 2020) begonnen, seit 27 Monaten werden Zugriffszahlen auf der Website erfasst, mehr als zwei Millionen Seitenaufrufe waren zu verzeichnen – leider ging kein Klick auf den Spenden-Button. Trotz gestiegener Kosten soll das Ahrens-Archiv aber für private Zwecke und vor allem für den Einsatz an Schulen kostenfrei bleiben.

Seine berufliche Expertise erweitert die Kompetenz der Stiftung in sozialen Fragen: Hartmut Weber stellt sich als neues Mitglied des Vorstands vor.

Die ebenfalls von Werner Beckmann betreute Website der Bad Harzburg-Stiftung verzeichnet monatlich um die 1000 Seitenaufrufe. Stärker in den Fokus gerückt werden soll der Newsletter, der vor allem auch der schnellen Information der Stifter und Spender gilt. Dank des neuen Vorstandsmitglieds Hartmut Weber ist die Stiftung zudem nun auch auf Instagram vertreten.

Den Nachwuchs hat die Bad Harzburg-Stiftung beim Salz- und Lichterfest 2025 im Blick und erweitert das Programmangebot für die Kinder. Andrea Scholz berichtet über den am Sonntag, 24. August 2025 vorgesehenen Auftritt des Musikers und Entertainers „herrH“, der mit neuer deutscher Kindermusik an diesem Nachmittag um 15.00 Uhr im Badepark auftreten wird.

Auch über das Projekt „Pferdegedenksteine im Schlosspark“ berichtete Andrea Scholz. Die Stiftung übernimmt es, die dortigen Grab- und Gedenksteine für erfolgreiche Galopprennpferde so weit wie möglich restaurieren zu lassen und zur Sichtfreilegung gärtnerische Maßnahmen zu finanzieren.

Mit der Vorstellung von Hartmut Weber, der für Werner Beckmann in den Vorstand berufen wurde, ging die Stifterversammlung zu Ende. Vorsitzender Hans-Jürgen Fleger führte dazu aus, dass Hartmut Weber, der im Jugendamt des Landkreises Goslar tätig ist, aufgrund seiner beruflichen Expertise die Kompetenz der Stiftung in sozialen Fragen erweitere und in wirtschaftlichen Notfällen über Hilfsmöglichkeiten durch Dritte fachkundig beraten könne.