Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Ein sagenhafter Burgberg-Bestseller

„Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist der Titel eines märchenhaften Buches, in dem Sonja Weber die alten Harzer Sagen neu erzählt – und für einen lokalen Bestseller sorgte. Nun hat die Bad Harzburg-Stiftung als Retterin und „Betreiberin“ des Harzsagenschein der Bildhauer Eduard und Franz Bergmann (Vater und Sohn) noch einmal 500 Exemplare aufgelegt.

Seit 2014 präsentiert die Bad Harzburg-Stiftung nach aufwändiger Restaurierung den in den 1930er Jahren entstandenen Harzsagenschrein wieder in der Harzsagenhalle auf dem Burgberg.

Vom Start weg, parallel zur Sanierung des Harzsagenschreins und zur Wiedereröffnung der Harzsagenhalle im August 2014, waren die sagenhaften Geschichten rund um die Geschichten des Schreins vor allem bei Besuchern der Harzsagenhalle auf dem Burgberg sehr gefragt. Mehr als 1400 Exemplare fanden neue Fans, davon wurden nahezu 1000 Bücher direkt in der Harzsagenhalle verkauft.

Verantwortlich für den Erfolg war zum einen die Nähe zur lokalen Attraktion auf dem Bad Harzburger Hausberg, zum anderen aber ohne Frage auch die Konzeption des Buches, zu dem Sonja Weber die Texte und Luca Weber die Illustrationen beisteuerte. Die Autorin beließ es nicht dabei, „nur“ märchenhafte Sagen zu erzählen. Zu jeder Sage gibt es Basteltipps oder Rezepte und ein Plus an Hintergrundwissen. Was die Bücher zu sagenhaften Mitbringseln für die ganze Familie macht.

Die dritte Auflage von „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist bereits wieder gut nachgefragt. Und diese Nachfrage dürfte sich noch steigern, wenn am 6. April die Harzsagenhalle zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Pforten öffnet. Bis zum 31. Oktober ist die Harzsagenhalle dann wieder an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Sonderführungen können unabhängig davon unter (05322) 6523 angefragt werden.

Das Buch „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist für 7,00 Euro in der Harzsagenhalle, in der BÜCHER-HEIMAT und in der Tourist-Information erhältlich.

Andenken an das Ehepaar König wahren

Andenken an das Ehepaar König wahren

Stiftungsgedanken beispielhaft vorgelebt

Ehre, wem Ehre gebührt: Um das Andenken eines Ehepaares zu wahren, das sich in besonderer Weise um die Stadt Bad Harzburg und deren Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht hat, möchte die Bad Harzburg-Stiftung ein Projekt auf dem Friedhof der Kurstadt angehen – und mit Alette und Fritz König Menschen, die den Stiftungsgedanken schon vor mehr als 100 Jahren beispielhaft vorlebten, würdigen.

Das Grabmal der Familie König ist überwuchert und in keinem ansehnlichen Zustand. Stimmt der Rat der Stadt zu, könnte nach Abstimmung mit der Stadt Bad Harzburg und dem Denkmalschutz die Anlage, in der die beiden Ehrenbürger der Kurstadt zur letzten Ruhe gebettet wurden, gärtnerisch neu angelegt werden.

Für all jene, die die Bad Harzburger Stadtgeschichte nicht aus dem Effeff kennen, hier ein auf der Stadtchronik basierender kurzer Abriss über Leben und Wirken von Alette und Fritz König:

In Osterode geboren und aufgewachsen sucht Fritz König früh in Amerika sein Glück – und findet es: In wenigen Jahren verdient er durch die Fabrikation von Gummiwaren und Holzteksen (dienten zur Befestigung der Ledersohlen im Schuhmacherhandwerk) ein stattliches Vermögen. So stattlich, dass er mit seiner Frau Alette und den Kindern Anfang der 1970er Jahre gleich drei Wohnsitze in Deutschland wählte: In Bonn und Dresden und schließlich 1894 in Bad Harzburg – dem Jahr, in dem dem aufstrebenden Heilbad die Stadtrechte zugesprochen wurden.

Das Ehepaar König fühlte sich im Harz offenkundig wohl und schloss Bad Harzburg erkennbar ins Herz. Was sich in den Folgejahren in enormen Spenden und schließlich in der Gründung der Fritz-König-Stiftung bemerkbar machte. Erhebliche Mittel flossen so in den Bau der Lutherkirche und der Anschaffung der Orgel, in ein neues Pfarrhaus und in eine Volksschule. Vor allem Alette König legte Wert auf gute Schulbildung und wollte diese unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der Familien vermittelt wissen.

Das größte Projekt allerdings war das Krankenhaus Fritz-König-Stift. Das Haus wurde am 9. Oktober 1909 im Beisein des Braunschweiger Regenten Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der im Automobil in Begleitung des Prinzen Heinrich der Niederlande aus Blankenburg anreiste, von Minister Hartwieg, Fritz König jun. und den Bad Harzburger Honoratioren eingeweiht.

Achtzig Jahre später wurde von Bürgermeister Klaus Homann initiiert und aus der Bad Harzburger Bürgerschaft heraus der Förderverein „Fritz-König-Stift“ ins Leben gerufen. Er wurde später zur Keimzelle der Bad Harzburg-Stiftung, beiden stand jahrzehntelang die heutige Ehrenvorsitzende Dorothea Homann vor.

Mit dem Projekt rund um das Grabmal der Familie König ehrt die Bad Harzburg-Stiftung somit sozusagen auch die gedanklichen „Urgroßeltern“ der Bürgerstiftung.