Projekt Schlosspark-Gedenksteine vollendet

Projekt Schlosspark-Gedenksteine vollendet
Strahlende Gesichter zum Abschluss des großen Pojekts Gestüts-Gedenksteine im Schlosspark (v.li.): Axel Breustedt, Hans-Jürgen Fleger, Bernd Vollrodt, Egon Knof und Hartmut Weber.

Wegweiser zu alten Steinen im neuen Glanz

Das große Projekt Gedenksteine für die berühmten Pferde der Gestütsgeschichte im Bündheimer Schlosspark ist vollendet. Am letzten Augusttag wurde die Informationstafel, die den Weg zu den Steinen weist, auf einer Metallstele installiert.

GZ-Redakteur Christoph Exner lässt sich vom Stiftungs-Vorsitzenden Hans-Jürgen Fleger die Stele erläutern.

Das vollendete Werk begutachteten Hans-Jürgen Fleger, Bernd Vollrodt und Hartmut Weber vom Vorstand der Bad Harzburg-Stiftung gemeinsam mit dem Initiator der Idee, dem ehemaligen GZ-Redakteur, Gestüts- und Rennsport-Experten Egon Knof, sowie Axel Breustedt, dessen Unternehmen Metallbau-Breustedt die elegant und leicht wirkende Stele fertigte, während die Firma Schilder-Bothe für die Karte mit der Legende verantwortlich zeichnet.

Mit Beifall bedacht worden war das Engagement der Bad Harzburg-Stiftung schon beim ersten Bündheimer Dorf-Rundgang vor einigen Monaten, als Egon Knof und Dirk Junicke im Schlosspark die endlich wieder in den Fokus gerückten und dank der Stiftung sanierten und durch Garten- und Landschaftsbau Düe freigeschnittenen Gedenksteine für die großen Pferde der Gestütsgeschichte präsentierten. Die Nachbeschriftung der Steine hatte die Firma Mühlbrecht-Grabmale unentgeltlich übernommen.

Auf der Zielgeraden war es noch einmal zu einer Verzögerung gekommen, denn in der Zwischenzeit entstand der Plan, einen weiteren Gedenkstein im Gestüt für „Bündheimer“ zu setzen. Dessen Platz wurde auf der Karte für die Informationsstele schon ebenso vermerkt wie die Erfolge des Hengstes, obwohl dessen Gedenkstein erst noch gesetzt wird.

Wem die aufschlussreichen, aber dennoch nur knappen Informationen auf der Infostele nicht reichen, dem bietet die BÜCHER-HEIMAT die Chance, sich vollumfänglich über die Geschichte des Vollblutgestüts zu informieren. Hier ist das (ebenfalls von der Bad Harzburg-Stiftung unterstützte) und vom Harzburger Geschichtsverein herausgegebene Buch „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ zu haben. Erschienen ist das 224 Seiten starke und mit 341 Schwarz-Weiß- und Farbfotos reich bebilderte Buch aus der Feder von Egon Knof im Verlag der Goslarschen Zeitung.

Stadtgeschichte: Erinnerungen pflegen 

Stadtgeschichte: Erinnerungen pflegen 

Die Gedenksteine, die im Schlosspark an berühmte Gestütspferde erinnern, werden wieder in den Fokus gerückt.

Vergangenheit und Zukunft im Blick

Abstimmung mit dem Denkmalschutz zur Grabstätte Fritz und Alette König sowie zu Pferdedenkmalen im Schlosspark

„Eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit und keine Zukunft.“ Folgt man dem Gedankengang Robert Heinleins, einem der Großmeister der Science-Fiction-Literatur, investiert die Bad Harzburg-Stiftung aktuell gleich doppelt in die Zukunft der Stadt: Nach der Abstimmung mit dem Denkmalschutz und der Stadtverwaltung zur Grabstätte Fritz und Alette König sowie zu den (Gestüts-)Pferdegedenksteinen im Schlosspark nehmen beide Sanierungsprojekte Fahrt auf.

Zeitnah könnte vor allem die Pflege der Grabstätte Fritz und Alette König angegangen werden. In der unter Denkmalschutz stehenden inneren Einfriedung dürfen allerdings keine Veränderungen vorgenommen werden, ist allenfalls Rückschnitt von Bäumen erlaubt.

Dagegen muss die Gestaltung der äußeren, nicht unter Denkmalschutz stehenden Einfriedung lediglich mit der Stadt abgestimmt sein und kann in der Folge direkt umgesetzt werden. Mit der Pflege der Grabstätte würdigt die Bad Harzburg-Stiftung dann auch zwei Menschen, die den Stiftungsgedanken schon vor mehr als 100 Jahren beispielhaft vorlebten. Wobei Alette und Fritz König viel Gutes für die Stadt Bad Harzburg und deren Bürger taten und sich mit dem Bau des Krankenhauses Fritz-König-Stift letztendlich „nebenbei“ selbst ein großes Denkmal setzten.

Auch wenn das Gestüt Vergangenheit ist, soll dessen große Geschichte und deren Auswirkungen für die Stadt keineswegs in Vergessenheit geraten. Während das Gebäudeensemble dank des Investoren-Duos Junicke/Rataj erhalten bleibt, sind im angrenzenden Schlosspark viele der Gedenksteine, die an besondere Pferde und damit an die große Gestütsgeschichte erinnern, kaum mehr lesbar.

Zudem waren etliche der Felsgesteine derart zugewuchert, dass sie den Blicken der Spaziergänger entzogen waren. Hier wurde die Stiftung bereits tätig, ließ die überwucherten Gedenksteine freischneiden.

Die Pferdegedenksteine stehen nicht unter Denkmalschutz, aber da die Inschriften der Gedenksteine stark verblasst sind, wird die Bad Harzburg-Stiftung einen Steinmetz hinzuzuziehen. Ein wichtiger Berater bei der Umsetzung des Projekts ist der ehemalige GZ-Redakteur Egon Knof, nicht erst seit seinem großartigen Buch über die Gestütshistorie der unbestrittene Fachmann für das „Erbe der Braunschweiger Herzöge“.

Vorgesehen ist, die Gedenksteine im Schlosspark wieder ins Blickfeld der Spaziergänger zu rücken und die Inschriften soweit zu erneuern, dass sie wieder lesbar sind. Zudem ist angedacht, im Schlosspark eine Schautafel anzubringen, die Auskunft über die Lage der einzelnen Gedenksteine gibt.