1964 Volksschule Bündheim Eisenbahnwettbewerb

Bad Harzburg, 15.6.64 ah. Pressedienst Ahrens, Bad Harzburg

105 bunte Kachelplatten für Jugend- und Eisenbahn-Wettbewerb gebrannt 

Die wohl bisher einzigartige Arbeit zum diesjährigen Wettbewerb der Eisenbahndirektion Hannover hat die Klasse 9 der Volksschule Bündheim bei Bad Harzburg fertiggestellt: ein Wandbild, zwei Eisenbahnzüge in der Landschaft, auf 105 Kachelplatten gebrannt. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit aller Schüler und Schülerinnen der Klasse im Werkunterricht. Gleich nach Ostern hat ihr Lehrer Mayburg der Klasse die Wettbewerbsbedingungen bekannt gegeben. Die Schule besitzt den modernsten Brennofen im ganzen Amtsbezirk Harzburg. Daher wurde ein Bild aus gebrannten Kacheln mit Eisenbahnmotiv gewählt. Jeder der Schüler und jede Schülerin fertigte selbst einen Entwurf. Selbst haben auch alle Bildgestalter dieser Klassengemeinschaft dann juriert. Die Entscheidung fiel auf die Arbeit von Heinz Schwarzer. Taptenreste haben für die Reinzeichnungen gedient. Es bagann dann die gemeinsame Ausführungsarbeit. Hierbei wurden je nach Eignung, vom Team selbst bestimmt, die verschiedenste Gruppenarbeit. Während einige die Aufteilung gemäß der Kachelgrößen vornahmen, machten andere schon fleißig die 105 ( und vorsorglich gleich die zweiten 105 ) Kacheln aus dem pulvrigen Mehl. Mehrmals wurde auch der Ofen auf 1200 Grad erhitzt und in jeweils 24 Stunden konnten die fertigen Kacheln, die noch rein weiß waren, zur Bemalung mit Glasur-Pulver einer anderen Gruppe übergeben werden. Keineswegs sind die Farben schon vor dem Brennen erkennbar. Erst nach neuerlicher Erhitzung zeigten die Glasuren die leuchtenden Farben in grün. rot oder blau, Weiße Wolken auf dunkelblauem Himmel, Brückenbauten und nicht zuletzt zwei Eisenbahnzüge entstanden so nach dem zweiten Brennprozess. Rechtzeitig zum 15. Juni konnte die Klasse das fertige Werk zum Wettbewerb abliefern. Als Anschauungsstück für spätere Schüler wurde auch gleichzeitig ein zweites gleiches Stück gebrannt und stolz versammelten sich alle Gestalter einschließlich ihres Lehrers Herrn Mayburg an dem fertigen Werk. Sicherlich wird die ganze Klasse ihren Lohn in Gestalt von vielen Kilometern Freifahrten von der Bundesbahndirektion Hannover erhalten, Schon heute freuen sich alle auf eine schöne Ferienfahrt. Unser Bild zeigt die Klasse 9 der Bündheimer Volksschule mit ihrem Lehrer im Werkunterricht, Herm Mayburg.

Aufn Bilderdienst Ahrens, Bad Harzburg

1957 Prozess Züchtigung GHS

Bad Harzburg 6.2.57 HA/A 

Am Donnerstag Urteilsfindung im Lehrer Kummer-Prozess

(Bad Harzburger Schul-Skandal vom Frühjahr 1956)

Unsere Bilder zeigen, wie seinerzeit betroffene Schulkinder zu Hause vor ihren Eltern und Pflegeeltern das Stuhl tragen demonstrierten.

Der Bad Harzburger Arzt und Dozent Dr. Knops behandelte seinerzeit einen Jungen der Gerhart-Hauptmann-Schule, der am Gesäß Striemen hatte.

Bei der Einweihung der modernen Turnhalle der neuen Gerhart-Hauptmann-Schule zeigte Lehrer Kummer 1955 vor prominenten Gästen eine neuzeitliche Turnstunde. Erfreut klatschten alle Zuschauer dem „fortschrittlichen“ Pädagogen Beifall. Die Kinder fürchteten jede Turnstunde, wie jetzt in Braunschweig bei der Gerichtsverhandlung bekannt wurde.

1956 Staatsanwalt Gerhart-Hauptmann-Schule

Bad Harzburg, 14.2.56 HA/A –

Gerhart -Hauptmann-Schule in Bad Harzburg im Blickpunkt der Öffentlichkeit 

Seit der sensationellen Verbreitung der Nachrichten über die Züchtigungsmaßnahmen in der vor zwei Jahren erbauten modernen Volksschule in Bad Harzburg, umlagern Reporter der großen Illustrierten die Ausgänge der „Gerhart- Hauptmann Schule“. Am Dienstag fanden dort die Untersuchungen durch das Niedersächsische Kultusministerium, wozu auch die Staatsanwalt– schalt erschienen war, statt.

Auf unserem Foto  sieht man wie ein Reporter von vielen Kindern umringt ist, und dabei sich über die von der Kriminalpolizei gemeldeten Fällen der Mißhandlungen und Züchtigungsmaßnahmen unterrichtet.

Staatsanwalt Petersen, dem inzwischen die Fälle zur Bearbeitung übertragen wurden (mit Brille) verläßt hier nach etwa zweistündigem Beisein bei den Untersuchungen durch das Kultusministerium und der Schulaufsichtsbehörde die Gerhart-Hauptmann Schule. Die Vertreter des Ministeriums untersuchten ohne Mittagspause bis zum späten Nachmittag.

Die Öffentlichkeit ist gespannt, ob sich die gemeldeten Mißstände bewahrheiten.  Am Mittwoch soll die Verlautbarung des Kultusministeriums in der Pressekonferenz der Landesregierung bekanntgegeben werden.

Bilderdienst Ahrens, Bad Harzburg

1956 Schulstreik Gerhart-Hauptmann-Schule

Bad Harzburg 11.1.56 HA 

Harzburger Volksschüler demonstrieren für ihren Lehrer Hans Kummer

Nachdem vom niedersächsischen Verwaltungsbezirk Braunschweig der Volksschullehrer Hans Kummer,der vor einem Jahr in Zusammenhang mit der Harzburger “Schulaffäre“ im Mittelpunkt der Berichterstattung stand, jetzt von seinen Dienstgeschäften bis zur Klärung durch die im Februar in Bad Harzburg zusammentretende Jugendstrafkammer entbunden wurde, riefen die Eltern der betroffenen Schulklasse zum Schulstreik auf. Die Hälfte der 36 Kinder der 7. Klasse der Gerhart-Hauptmann-Volksschule zog am Freitagmorgen mit Transparenten durch die Stadt. „Gebt uns unseren Lehrer wieder”, “Wir wollen unseren Lehrer wiederhaben”, “Die 7. Klasse der GHV streikt” und ähnlich lauteten 15 von den Kindern gemalte Plakate.  Dort wo die Kinder erschienen, ergaben sich überall erregte Debatten unter der Bevölkerung.

Bilderdienst Ahrens, Bad Harzburg

1962 Phonobar in der Bücherei

Bad Harzburg, 2.5.62 HA

Stadt Bad Harzburg eröffnete erste Phono-Bar in öffentlicher Bücherei

Im Beisein prominenter Gäste wurde am Mittwoch in Bad Harzburg eine moderne Schallplatten-Bar im Vorraum der Städtischen-Bücherei eingeweiht. Diese Einrichtung soll besonders die Jugend zu guter Musik und die Welt des Geistes führen. Der frühere Leiter des Bonner Harzbüros, Rechtsanwalt Dr, Lindenberg, der großen Anteil an die neueste Errungenschaft von Bad Harzburg hat, und der aus persönlichem Besitz eine größere Zahl wertvoller Schallplatten spendete, war selbst erschienen, um sich von der Klangfülle und den technische Raffinessen zu überzeugen Stadtdirektor Heiduk, der gerade sein zehnjähriges Jubiläum feierte, danke Dr. Lindenberg für seine Hilfe bei der Verwirklichung der bisher einmaligen. Einrichtung zur kulturellen Betreuung der Jugend von Seiten der Verwaltung Der Präsident des niedersächsischen Verwaltungsbezirk Braunschweig gratulierte telefonisch für die bisher erste Phono-Bar der Verwaltung in seinem Bezirk. Unser Bild zeigt die neue Phono, Bar in der Städtischen-Bücherei von Bad Harzburg bei der Einweihung. Aufn Bilderdienst Ahrens, Bad Harzburg 

1968 Missionsbasar

Bad Harzburg, 4.11,68 ah,

6. Missions-Basar erbrachte 23.000 DM für Arbeit in Hongkong

Froh und dankbar konnte der Vorsteher des Diakonissen-Mutterhaus „Kinderheil“ in Bad Harzburg, Pastor Siegfried Gumpert am letzen Sonnabend den 6. Missionsbasar im Krodotal eröffnen. Das “Haus Stettin“ glich einem Supermarkt. Spenden, es waren eigentlich alle Artikel dabei, die heute ein modernes Kaufhaus feil bieten kann, sind aus allen niedersächsischen und rheinisch-westfälischen Orten nach Bad Harzburg geschickt worden, in denen Harzburger Diakonissen in Krankenhäusern, Kindergärten und Altersheimen tätig sind. Der nun schon zur lieben Tradition gewordene Missions-Basar in Bad Harzburg erfreut sich Jahr für Jahr immer größer werdenden Interesses bei der Bevölkerung. In vielen Familien bestehen die Weihnachtsgeschenke größtenteils schon aus Einkäufen beim Basar im Krodotal. So kam es, daß auch diesmal am Schluss Pastor Gumpert die stolze Summe von DM 23.000 DM als reiner Verkaufserlös, also ohne die vielen gesonderten Geldspenden, melden konnte. Wie bisher fließt der ganze Reinerlös aus dem Basar der Missionsarbeit hongkong zu, wo seit vielen Jahren schon zwei Bad Harzburger Diakonissen die Krankenfürsorge bei Chinesenkindern versehen. Der stolze Betrag gestattet es auch jetzt, daß der schon lange erforderlich gewesene zweite Volkswagen zur Entlastung der langen Dienstzeit (oft über 14 Stunden am Tag) nach Hongkong geschickt werden kann. Auf dem Missions-Babar in bad harzburg, gibt es alljährlich auch neue klein Attraktionen. Diesmal erfreuten von der Gattin des früheren Vorstehers, Marianne Winner gestiftete Puppen die Besucher. Für 50 Pfennig durfte der Name der jeweiligen Puppe geraten werden. Die beiden klugen Hauswirtschaftslehrlinge im Mutterhaus, Elke Hornof und Ursula Stahnke sorgten allerdings dafür, daß der Erlös für die ersten Puppen nur 26 und 34,- DM klettern konnte. Dafür erbrachte die männliche Puppe „Alois” den schönen Betrag von DM 168,50. Längst hat es sich herumgesprochen, daß immer am „Hongkong Verkaufsstand“ wertvolle Original-Chinawaren für wenig geld zu haben ist, kein Wunder, daß auch diesmal hier schon bald „Ausverkauf“ gemeldet werden konnte.

 U.B.Z. Pastor Siegfried Gumpert bei der Eröffnung des 6. Missions-Babars, 

…Frau Marianne Winner (links) und Pastor Gumpert mit der ersten Gewinnerin (Elke. Hornof) am Puppenstand. 

Frau Marianne Winner mit den glücklichen gewinnerinnen der ersten beiden Puppen (Elke Horní und Urgula Stahnke). 

 Unter den Einkäufern: Konsistorialrat Gustav Winner, der frühere Vorsteher im Diakonissen-Mutterhaus Kinderheil“,

Aufn Bildd. Herbert Ahrens, Bad Harzburg

1972 Blindenschule in Realschule

Bad Harzburg, 13.6.72. ah. 

Einmal Blindenschule für sehende Realschüler in Bad Harzburg 

Die Niedersächsischen Landesblindenschule aus Hannover-Kirchrode war für drei Tage mit 11 blinden Schülern und Schülerinnen, dazu drei Lehrkräfte zu Besuch in Bad Harzburg. Gastgeber war das Diakonissen Mutterhaus Kinderheil, wo der aus der Jugendarbeit hervorgegangene Pastor Ulrich Weber für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt hatte. 

Ein besonderes Erlebnis für Gäste aus Hannover und gleichermaßen für die 10. Klasse der Bad Harzburger Realschule war ein gemeinsamer zweistündiger Unterricht. Unter Leitung von Studiendirektor Günter Berwanger demonstrierten die Hannoveraner erlernte Kenntnisse, die ihre gleichaltrigen Bad Harzburger Schüler nicht für möglich gehalten hatten. Auch der Rektor der Bad Harzburger Realschule, Ferdinand Lickefett war überrascht vom heutigen Stand der schulischen Ausbildung blinder Schüler. 

Groß war dann das Staunen, als die blinden Gäste die Bad Harzburger Schüler und Schülerinnen zu einigen Skatrunden aufforderten. Die Karten waren wie Blindenschrift gezeichnet, für Sehende aber kaum zu merken, Gewinner waren immer die Gäste der Landesblindenschule. 

Die Kurverwaltung Bad Harzburgs hatte im Anschluss an die Schulstunden zu einem kräftigen Frühstück in das Kurhaus eingeladen und jedem Gäste aus Hannover neben Freifahrten mit der Bergbahn auch Süßigkeiten in einem Salzfestglas geschenkt. Die Braunschweigische Kraftverkehrsgesellschaft stellte Busfahrten zur Verfügung und so kam die kleine Gesellschaft schnell zu den Käste-Klippen über dem Okertal. Eine Wanderung über Romkerhall, wobei die Klippen durch Tasten zur Kenntnis der Blinden kamen, führte bis zur Okertalsperre. Hier fuhr man mit dem Elektroboot „Brunswieck“ über den ganzen, Stausee. 

Erfreut und mit vielem Dank für die vielen Abwechslungen verabschiedeten sich die hannoverschen Gäste aus Bad Harzburg, von wo schon jetzt ein Wiedersehen ausgesprochen wurde. H.A. 

Unser Bild zeigt eine Schulstunde in der Bad Harzburger Realschule, wo blinde Schüler aus Hannover den Bad Harzburgern den hohen Stand ihres Wissens und Könnens demonstrierten. Links Studiendirektor Günter Be wenger mit Rektor Ferdinand Lickefett. 

In Skatspiel mit ihren sehenden Schülern aus Bad Harzburg gewannen immer die blinden aus Hannover. Aufn Bildd. Herbert Ahrens Bad Harzburg 

1957 Neue Turnhalle WvS

Bad Harzburg, 18.11.57 HA

Bad Harzburg Jugend übernahm das schönste Geschenk der Stadtväter: Turnhalle am Gymnasium 

Bei Anwesenheit des Präsidenten des Verwaltungsbezirk Braunschweig Dr. Knost, weihte mit der Übergabefeier am Montag Bad Harzburgs Bürgermeister Dr. Hinkel den ersten Turnhallenbau am Gymnasium ein. Nicht leicht war es den Stadtvätern geworden mit etwas über 500.000 DM eine überaus zweckmäßigen Neubau und dazu die geforderten anderen Erweiterungsbauten zum glücklichen Ende zu bringen. Bei der anschließenden Besichtigung waren alle Teilnehmer der Feierstunde von der hervorragenden Ausführung der Arbeiten stark beeindruckt.

 Unser Bild zeigt: Oberstudiendirektor Becker bei seinen Dankesworten für die Vergrößerungen des Bad Harzburg Gymnasiums. vorn in der ersten Reihe, Präsident Dr. Knost, Landrat Hartwieg und Bürgermeister Dr Dr Hinkel. 

Bilderdienst Ahrens 

Unser Bild zeigt einen Blick in die Turnhalle während der Ansprache des Präsidenten Dr. Knost. 

Bilderdienst Ahrens, Bad Harzburg 

Bad Harzburgs Jugend übernahm mit freudigem Herzen die Neubauten 

Bilderdienst Ahrens. Bad Harzburg

1967: Rat zu WvS-Erweiterung, Rathaus

Bad Harzburg, 10.10.67 ah. 

Laut Bad Harzburger Ratsbeschluss: Für 1,6 Millionen wird das Gymnasium erweitert 

Die Bad Harzburger Ratsherren haben den heftigen Debatten im ganzen Amtsbezirk über wichtige und noch wichtigere Baumaßnahmen jetzt ein Ende gesetzt: Die Stadt Bad Harzburg baut mit Vorrang für 1.6 Millionen den seit vielen Jahren schon erforderlich gewesenen Erweiterungsbau am städtischen Gymnasium. Der Neubau soll zum geschlossenen Naturwissenschaftlichen Trakt ausgebaut und durch einen 15 Meter langen Gang mit dem Altbau verbunden werden Den Beschluss faßten die Ratsherren in einer nicht öffentlichen Sitzung am 3. Oktober und ließen jetzt die Stadtverwaltung mit einer Presseinformation die Öffentlichkeit unterrichten. Nach der Bekanntgabe stehen von den 9.6 Millionen Baukosten vorerst nur 750 000 DM zur Verfügung, jedoch hoffe man auf das Aufkommen der Restfinanzierung schon im nächste Jahr. Die schnelle Entscheidung, so wurde zugegeben, sei durch die starken öffentlichen Diskussionen beeinflusst worden. Der Bauplan, vom Stadtbauamt vorsorglich schon seit längerer „zeit erstellt, sieht ein vorerst zweigeschossigen Neubau von 40 Meter Länge und 18 Meter Breite vor. Die Höhe, die aber später noch um ein Geschoss erweitert werden kann, ist zunächst 9 Meter. Ein Teil des Gebäudes hat noch Kellerräume, die auch als Werkräume benutzt werden könne. Die Klassenräume liegen auf beiden Seiten von den Mittelfluren ab, Man hat auch an eine Verwendung des Neubaus als Ganztagsschule gedacht. Montage-Wände gestatten Veränderungen der einzelnen Raumgrößen je nach Bedarf. Ebenfalls in der Ratssitzung am 3. Oktober wurde der Beginn des Rathaus- neubau beschlossen. Auch dieser Neubau wird an der neu gebauten Stadtstraße „Forstwiese” entstehen. In wenigen Tagen soll, 

wie anlässlich des am letzten Wochenende stattgefundenen “10. Schreiberhauer-Heimattreffen“ in der Patenstadt Bad Harzburg bekannt wurde, der „Erste Spatenstich“ erfolgen Im neuen Rathaus ist dann auch ein besonderer Raum für die Patenkinder vorgesehen, der die Familienchronik, den Ehrenschrein und viele andere Gegenstände zur Erinnerung an Schreiberhau in Niederschlesien, aufnehmen soll. Als dritte Baumaßnahme beschlossen die Bad Harzburger Ratsherren den Bau des zweiten Sportplatzes an der Waldhëheit. Schon in Kürze fällt der bisherige Sportplatz das BSV Bad Harzburg den Erdbewegungsarbeiten im Zuge des B4-Durchgangsstraße zum Opfer. Das alte Rathaus muß spätester in zwei Jahren geräumt sein. 

1980 Einweihung Anbau WvS Rede BM Homann

Betr.: Einweihung des Erweiterungsbaues des Werner-von-Siemens-Gymnasiums am 22.04.80 

Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Bad Harzburg (Anm.: Klaus Homann)

Anrede 

Die Stadt Bad Harzburg als Standortgemeinde freut sich mit Ihnen darüber, daß die bereits bei der Planung des Südtraktes des Werner-von-Siemens Gymnasiums vorgesehene Aufstockung nun nach einjähriger Bauzeit verwirklicht worden ist. 

Wir freuen uns darüber auch aus dem Grund, daß es eben nicht so ist, wie manche meinten, daß mit der Abgabe der Trägerschaft der Schule an den Landkreis hier nun nichts mehr passieren würde, sondern ich möchte dem Landkreis aus ehrlichem Herzen sagen und damit auch der Wahrheit die Ehre geben, daß die Stadt auch nicht schneller hätte bauen können. 

Ich habe deshalb allen Grund, mich im Namen der Stadt Bad Harzburg bei Ihnen, meine Damen und Herren vom Landkreis Goslar, zu bedanken für Ihre Initiativen und Ihre stete Einsicht in die Notwendigkeiten unserer örtlichen schulischen Versorgung. 

Nach der Übergabe der Halle für die Berufsbildung haben Sie hier ein weiteres Zeugnis Ihrer schulischen Aufgeschlossenheit gegeben. 

Wir – die Stadt Bad Harzburg- und das Werner-von Siemens-Gymnasium sind ja seit 1970 unmittelbare Nachbarn, gute Nachbarn, wie ich meine. 

Und das bekunden wir in den letzten Jahren fortgesetzt dadurch, daß wir allen Angriffen zum Trotz immer wieder betonen, daß der an vielen Tagen restlos besetzte Parkplatz für beide Einrichtungen da ist und wir nicht die Parker für die Schule verjagen wollen. 

Im übrigen ist jetzt auch die besonders problematische Zeit, in der der Parkplatz noch zum Teil mit Baufahrzeugen besetzt war, auch vorüber. 

Allerdings würden wir beide sehr davon profitieren, wenn es uns nun noch gelänge, im Zuge der Stadtsanierung unseren gemeinsamen dritten Nachbarn im Nordosten – den Sägewerksbetrieb – auszusiedeln, um dann diese Fläche in hervorragender zentraler Lage der Stadt für den vorgesehenen Bau der Sporthalle und weitere Parkplätze freizubekommen.

Dafür gibt es Anzeichen und eine gute Chance. 

Allerdings stehen auch jetzt die Parkplätze ab 18.00 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen weitestgehend leer und für einen Sporthallenbetrieb zur Verfügung, so daß Sie Ihre zeitlichen Realisierungspläne dafür nicht von dieser angedeuteten Möglichkeit abhängig zu machen brauchen. 

Schon jetzt sind alle Voraussetzungen erfüllt. 

Meinen Dank an alle, die in irgendeiner Weise mitgeholfen und Verständnis gezeigt haben, uns zu diesen neuen Räumen zu verhelfen; bleibt mir nur, allen Lehrern und Schülern, die in diesen Räumen lehren und lernen, die Freude zu wünschen, die ich für die Stadt Bad Harzburg heute ausdrücken wollte und die ich darüber empfinde.